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100.000 !

Veröffentlicht: Dezember 14, 2012 in Mixblick, Sonstiges
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Die 100.000 vollgemacht – und es werden immer mehr! Danke für die vielen Aufrufe, eine ganze Reihe neuer Tracks und Artikel ist schon in Arbeit!


MashMike  logo

DJ MashMike gehört zweifellos zur deutschen Mashup-Elite, seine Remixes sind fester Bestandteil der Bayern 3 Show Matuschke und jetzt ist er endlich auch bei mir im Interview. Für alle diejenigen, die ihn noch nicht kennen, stellt er sich kurz vor:

MashMike: Ich bin 43 Jahre alt und schon seit ich denken kann von Musik abhängig. Als ich mit 16 zum ersten Mal in die Disco durfte, hat’s mich natürlich zum DJ-Stand hingezogen. Eigentlich durch ein Unglück – einen Unfall des Stamm-DJs – durfte ich von heut auf morgen für 1.000 Gäste Musik machen: Ich war infiziert – und bin bis heute nicht davon losgekommen.

Maez: Wie sieht denn dein aktuelles Setup zum Auflegen und Produzieren aus?

Meine DJ-Gigs bestreite ich mit meiner Vestax VCI 300 Konsole und der Software Itch Serato auf meinem Macbook. Bei manchen Kollegen sind die Konsolen eher verpönt – die arbeiten mit Vinyl und Timecode. Aber ich betreue neben Clubauftritten auch noch diverse andere Veranstaltungen (z.B. Freibadfeste), wo es mit Vinyl eher problematisch wäre.

Was hat dich zum Mashen bewegt?

Beim Auflegen hatte ich schon immer Spaß daran, alle technischen Möglichkeiten auszureizen und unter die “normalen Songs” zusätzlich Acapellas oder Samples zu mischen. 2007 legte ich mir schließlich die Software Audition von Adobe zu und startete meine ersten Mashup-Versuche. Der einzige Unterschied zu einem normalen PC-User: Ich habe einen Verstärker und vernünftige Lautsprecher angeschlossen und für den Final Mix setze ich mir meine Studiokopfhörer beyerdynamic DT-770 pro auf, um alle Feinheiten hören zu können. Seit 2010 gibt es die Tracks auch im Netz zu finden – es sind inzwischen mehr als 130! Das viele positive Feedback und die steigende Fanzahl auf meiner Facebook-Seite sind Motivation genug, immer weiter zu machen.




Legst du bei deinen Gigs anders auf seitdem du Mashups produzierst?

Natürlich finden sich Mashups in meinen Sets. Nicht nur eigene, sondern alles, was ich gut finde. Jedoch nehme ich nach wie vor Rücksicht auf die jeweilige Veranstaltung. Ich habe in letzter Zeit auch größere Partys in Stadthallen u.ä. gemacht. Dabei spiele ich mehr als zur Hälfte “normale Sachen”. Ich denke mir dann immer, die Gäste wollen zu ihrem Lieblingssong so abfeiern, wie sie ihn kennen. Andersrum gibt es auch viele Veranstaltungen, wo ich rein als Mashup-DJ gebucht werde. Und da gibt es dann zum überwiegenden Teil Sets aus Mashups und Bootlegs.

Grundsätzlich ist es so, dass ich mich auf jeden Gig individuell vorbereite und ausführlich überlege, was ich machen kann. Allerdings spiele ich dann schon nach Gefühl und Reaktion der Gäste das, was mir gerade richtig erscheint.

Zuletzt musste ich eine Woche vor einer Veranstaltung eine Setliste abgeben. Diese Aufgabe empfand ich als eine der schwierigsten bisher. Ich finde, ich habe ein gutes Gefühl für den Moment und treffe meistens den richtigen Nerv. Das im Vorfeld trocken auf Papier zu bringen ist nicht einfach!

In deinen älteren Mashups finden sich unter anderem viele deutsche Klassiker – ein bisschen Frieden, Guten Morgen Sonnenschein – heute sind vor allem aktuelle Charthits in deinen Tracks vermixt, hat sich dein Stil gewandelt?

Als Stilwandel würde ich es nicht bezeichnen, obwohl es tatsächlich so wirken könnte. Das liegt vor allem an zwei Dingen:

Im Laufe der Jahre hatten sich so viele Ideen in meinem Kopf angesammelt, die ich gerne umsetzen wollte; deshalb waren es anfangs hauptsächlich ältere Themen, die ich bearbeitet habe. Ideen für Mashups mit älteren Songs habe ich immer noch, aber seit ich nun auch viel als Mashup-DJ unterwegs bin, versuche ich natürlich viele aktuelle Themen aufzugreifen, die sich dann auch im Club spielen lassen. Das liegt ganz einfach an der Entwicklung: Die Leute buchen mich mittlerweile immer mehr als DJ MashMike und da will man möglichst auch eigene Sachen spielen können.

Wann kommt Los Rockos Vol. 2?

Gute Frage! Das “Los Rockos” Mashup habe ich damals gleich mit “Vol. 1″ bezeichnet, weil ich früher oder später natürlich eine Fortsetzung nachlegen will. Da ich wie erwähnt viel als Mashup-DJ unterwegs bin und mich hauptsächlich im Dance-/House-/Electro-/Black-Bereich wohlfühle, ist eine Dringlichkeit für Vol. 2 für mich derzeit aber nicht gegeben. Es sind ja in Los Rockos Rock-Klassiker verarbeitet – und da ist 1 Jahr hin oder her kein Problem. Aber ich möchte durchaus irgendwann ein Volume 2 nachlegen. Jedoch kann und will ich derzeit keine Prognose abgeben, wann es soweit ist.

Grundsätzlich kann man bei meiner Arbeit nichts erzwingen. Es kommt selten etwas Gutes dabei raus, wenn man sich gezielt hinsetzt und sagt: “So, jetzt mache ich dieses oder jenes”. Am besten ist es, sich von den eigenen Ideen überraschen zu lassen und intuitiv zu handeln.

Der Mashuptrend geht in Richtung jeder macht Top of the Pops Remixes – du auch?

Da hast Du wohl recht. Es gibt massig Mashups, bei denen einfach zwei aktuelle Dancesongs miteinander vermischt sind. Beispielsweise gab es zu Aviciis “Levels” unzählige Mashups; unkreativ, wenn es dann auch noch mit “Good Feeling” von Flo Rida vermischt wurde. Das hat ja im Grunde die gleiche Hook.

Ganz ehrlich: selbst mach’ ich auch hin und wieder solche Mashes. Aber für mich muss trotzdem dabei etwas Neues entstehen – sonst veröffentliche ich mein Mashup nicht.

Masht du lieber mit dem ersten DIY-Acapella oder wartest du auf die Studio-Version?

Klar ist es so, dass wenn es einen neuen Kracher gibt, jeder versucht, ihn als erstes zu vermashen. Allerdings muss für mich ein DIY-Acapella schon wirklich sehr gut sein, damit ich es verwende. Obwohl es vielen Mashup-Hörern vielleicht egal wäre, aber ein gewisses Qualitätsdenken gehört da unbedingt dazu. Dieses Qualitätsdenken sorgt auch gerne mal für Verzögerung bei der Veröffentlichung meiner Mashups. Für andere wäre es oftmals schon fertig – aber ich höre es mir dann mehrfach auf verschiedenen Systemen an, um wirklich mit jedem Detail zufrieden zu sein. 

Deine Produktionsqualität hat in den letzten Jahren zugenommen, ist das reine Übungssache oder gibt’s da einen Mentor?

Oh, danke! Es ist natürlich schön zu hören, dass man sich qualitativ scheinbar steigert. Ich habe mir die Software selbst über eine Lern-DVD beigebracht. Einen Mentor gibt es diesem Sinne keinen. Ich vermute deshalb, dass der Eindruck dadurch entsteht, dass ich immer neue Features der Software zu verwenden lerne.

In Sachen Mentor ist aber trotzdem unbedingt anzumerken, dass ich mit DJ Y alias JY mittlerweile 3 gemeinsame Mashups produziert habe – daraus habe ich gelernt. Ich bin z.B. immer unschlüssig, was die Lautstärkenabmischung zwischen Acapella und Instrumental betrifft. DJ Y hat mir beigebracht, dass ich die Acapellas eigentlich immer etwas zu laut abgemischt habe.




Wie habt ihr euch kennengelernt?

Zum ersten Mal getroffen hab ich DJ Y bei einem seiner DJ-Gigs in München. Da er aber genauso wie ich ein Vollblut-DJ ist, haben wir damals wenig Zeit für ein Gespräch gefunden. Das weitere Kennenlernen lief teils über Facebook, aber es gab seitdem auch diverse Treffen; z.B. war er Gast in der BAYERN 3-Mashup-Night, die ich als Co-Moderator betreuen darf, außerdem sind wir gemeinsam nach Augsburg gefahren, als Matuschke mit seiner Radioshow eine Woche lang auf Tour ging.

Kennst du noch mehr Masher?

Zufälligerweise habe ich gestern DJ Schmolli kennengelernt. Er war auf der Durchreise zu einem Gig und wir konnten zumindest knapp zwei Stunden quatschen. Ein sehr netter Zeitgenosse; sehr hilfsbereit und auskunftsfreudig! Persönlich kenne ich natürlich auch DJ BootOX. Wir haben ja schon zwei Mal die Gamescom gerockt und sind beide Residents bei Bootie Munich.

Persönlich kennengelernt habe ich außerdem Jimmy Klok und Nerd Kinski auf einer Mashup-Party in Würzburg sowie Mashup-Germany, DJ Morgoth und Dr. Waumiau bei meinem Gastset auf der Bootie Berlin im April diesen Jahres. Ebenfalls kenne ich einen Teil der Bootie-Erfinder A+D aus San Francisco: Adrian Roberts.

Das zweite Wohnzimmer vieler Masher GYBO hat seit ein paar Tagen das Verlinken zu Mashups aufgrund eines Gerichtsurteils eingestellt, wird Mashen ‘gefährlicher’?

Ich hoffe natürlich nicht! Allerdings traue ich mir nicht zu, eine Einschätzung hierzu abzugeben. Was z.B. in Sachen GEMA derzeit abgeht, kann ich nicht nachvollziehen. Dass in unserem Land, wo alles kontrolliert wird und für jede noch so kleine Angelegenheit Gesetze geschaffen werden, eine Institution scheinbar machen kann, was sie will, ist für mich unverständlich.

Wie gehst du mit der rechtlichen Situation um Mashups um und hattest du deshalb schon einmal Schwierigkeiten?

Anfangs habe ich meine Mashups nur zum Anhören ins Netz gestellt. Ich habe mir dann eines Tages gedacht: “Solange der wohl bekannteste deutsche Mashup-Artist Mashup-Germany frei rumläuft und in den Medien dafür propagiert, kann mir auch nichts passieren!” Ist sicherlich etwas leichtfertig, weil es ja trotzdem gegen das Urheberrecht verstößt. Mashup-Germany selbst gab aber letztens ein gutes Beispiel:

Wenn Du Dir in einem Imbissladen einen Hamburger kaufst, dann z.B. die Gurke herausnimmst und das Deinen Freunden zeigst, sagt keiner was.

Bei unserer Tätigkeit ist es ähnlich. Wir nehmen von einem Song “die Gurke” – den Gesang – und packen etwas anderes dazu. Frech gesagt müssten wir eigentlich von der Musik­industrie gefördert werden. Denn ich bin mir sicher, dass jemand, der einen neuen Song in einem meiner Mashups entdeckt, sich den Song im Original kauft, wenn er ihn gut findet. Wir machen also kostenlose Werbung.

Ist die Rückmeldung zu deinen Mashups denn grundlegend positiv? Was sagen denn die Künstler?

Die Künstler denke ich sehen das überwiegend positiv. Ich habe z.B. zu meinem “Power To The People”-Mashup ein Dankesvideo von fii bekommen. Er hat es über seine Fanseite gepostet. Ähnlich erging es auch DJ Y, der ein Moby vs. Adele Mashup produziert hat. Moby hat getwittert, dass er das Mashup sogar besser fände als sein Original.

Die “ehrlichen Musiker” unter den Künstlern finden es also durchweg positiv. Problematisch wird’s nur, wenn profitinteressierte Labels oder Plattenfirmen, hier ein Paar Cent flöten gehen sehen.




Matuschke hat 2009 dein Mashup Tequila Sunrise zum Mashup des Jahres erklärt, welchen Einfluss hatte das auf deine Masher-Karriere?

Es ist ein Ansporn, immer wieder etwas Neues nachzulegen, was ähnlich begeistert! Einfach überraschen mit verrückten Ideen und Kombinationen.

Man muss vielleicht wissen, dass ich die berühmte Frage der Tanten und Onkel, die man als kleiner Bub häufig gestellt bekommt: “Was willst Du mal werden, wenn Du groß bist?”, immer mit: “Spätestens wenn ich 18 bin, gehe ich nach München und fange bei BAYERN 3 an”, beantwortet habe. Das habe ich leider bis heute nicht geschafft. Aber dass in “meinem” Sender nun “meine” Mashups laufen, ist nach wie vor immer wieder ein Highlight. Und Matuschke und sein Musikredakteur Wolfgang Kerber haben dafür gesorgt!

Wird Matuschke Ende des Jahres einen MashMike Track mit allen Top-Titeln des vergangenen Jahres spielen – so wie bei DJ Earworm und Mashup Germany?

Da bin ich mir nicht so sicher. Erstens sind diese Multi-Mashups nicht so mein Ding; ich finde das stellenweise zu anstrengend zu hören. Mir sind zwei, maximal drei Tracks lieber, eventuell noch mit ein paar Samples gewürzt.

Außerdem gibt’s ja schon zwei Kollegen, die sowas machen. Das wirkt dann eher wie ein “auf den Zug aufspringen”. Aber so hundertprozentig bin ich mir da auch nicht sicher. Sag niemals nie!

Woher kommt eigentlich die enge Bindung zu Matuschke?

Matuschke ist für mich der beste Radiomoderator, den ich bis dato gehört habe – und ich habe viele gehört. Er schafft es, so zu moderieren, dass man sich direkt angesprochen fühlt. Und eigentlich ist er es gewesen, der mich anfangs immer wieder angespornt hat.

Mein erster Mashup-Versuch war Nelly Furtado “Say It Right” mit Vanilla Ice “Ice Ice Baby”. Anfang 2008 – Matuschke war gerade wieder zu BAYERN 3 zurück gekommen – hab ich ihm die mp3-Datei kurz nach Mitternacht zu Beginn seiner Kultnacht per Mail ins Studio geschickt. Ich dachte mir zwar, dass er wahrscheinlich ohnehin nicht reinhört, aber einen Versuch war’s wert. Gegen 1:30 Uhr – ich lag bereits im Bett und hörte noch zu – sagte er onAir, dass er einen Mix von einem Hörer zugemailt bekommen habe und dass er die Hörer noch reinhören lassen würde. “Das wird doch nicht etwa mein Mix sein?” Aufgeregt stand ich noch mal auf und sah, dass der Anrufbeantworter blinkte. Und tatsächlich: Matuschke hatte mich angerufen. Unfassbar! Ich rief zurück und erwischte ihn glücklicherweise sofort. Er sagte, er würde mein Mashup gerne in Verbindung mit einem kleinen Telefonat spielen. Wir gingen dann um kurz nach 2 Uhr auf Sendung und ich war höchst nervös. Mein Radioidol spielt mein Mashup!

In den folgenden Wochen habe ich ihm dann fast jede Woche ein neues Mashup geschickt – und meistens spielte er es dann auch sofort.

In einer Kultnacht im Mai – es lief mal wieder mein damals schon legendäres “All Summer Long”-Mashup – sagte er, dass dieses Mashup ein Track von Mike Ratzek sei, der ihn übrigens nächste Woche im Studio besuchen würde. Oh Schreck! Minuten später eine kurze Mail von ihm mit der Frage, ob ich denn auch Zeit hätte und eine Woche später war ich zum ersten Mal bei der Kultnacht dabei.

Hat sich so dein Traum Bayern3 auf ungewöhnlichem Wege doch noch erfüllt?

Ja, unbedingt. Früher war der Traum, bei BAYERN 3 zu arbeiten – nun laufen dort meine Mashups. Eigentlich ist das viel mehr, als was ich damals als kleiner Junge geträumt hatte. Andererseits hoffe ich noch immer auf einen Job beim Radio – insbesondere in der Musikredaktion. Das würde mein größtes Hobby, zu meinem Beruf machen.

DJ-technisch träume ich außerdem davon, eines Tages bei einem der ganz großen OpenAir-Festivals vor einigen Tausend Menschen ein Set abfeuern zu dürfen. Ich vermute zwar, dass eine echt gute Party in weit kleinerem Kreis mehr Spaß macht – trotzdem würde ich das schon verdammt gerne machen.




Du hast mit deinen Mashups nicht nur im Radio, sondern auch schon auf der Gamescom für Furore gesorgt, Mashups verbreiten sich im Internet und dein letztes Album The Big Mash Theory sampled das Intro von ‘The Big Bang Theory’. Sind Mashups ein Teil der Nerd-Kultur?

Nein! Ich möchte das absolut verneinen. Auf meiner Facebook-Seite schaue ich gerne hin und wieder die Profile der neuen Fans an. Und das sind für mein Empfinden Leute wie Du und ich. Manchmal meint man vom Profilbild her niemals, dass diejenige Person Gefallen an Mashups finden könnte.

Wie war’s denn dieses Jahr auf der Gamescom?

Die Gamescom an sich ging komplett an mir vorbei. Ich habe letztes Jahr bei meinem ersten Engagement versucht, eine Halle zu besichtigen. Aber da ich kein Gamer bin und generell nicht so darauf stehe, von den Menschenmassen in eine bestimmte Laufrichtung mitgezogen zu werden, bin ich nach 20 Minuten wieder aus der Halle geflüchtet.

Die Party am Abend war jedoch sehr geil. Da sind ca. 3.000 Menschen am Abfeiern; sehr offen und ohne Berührungsängste, auch wenn sie ihr Lieblings­lied nicht im Original hören. Die Party startete so gegen 21 Uhr – fast ohne Anlauf – und endete gegen halb 5 Uhr morgens.

Wann gibt’s endlich die DJ MashMike Deutschlandtour moderiert von Matuschke?

Etwas Ähnliches steht tatsächlich an: ich habe von September bis November fünf Gigs in zwei verschiedenen Clubs. Dort heißt es dann “komm schon!” – Clubtunes, Mashups, Gefühle. Matuschke und sein Haus- und Hof-Mixer MashMike gemeinsam an den Turntables. Darauf freue ich mich riesig.

Mehr findest du hier: DJ Mashmike @ Facebook + @ Soundcloud


Camkos Logo

Letzte Woche war es wiedert so weit, die Kooperation mit der Softwareschmiede Camkos hat eine neue IPhone App hervorgebracht: morph!

morph! ist ein innovatives Action-Spiel, bei dem es darum geht mit einer Mischung aus Geschick und Taktik eine der drei Form-Fraktionen durch enge  Level zu steuern und dabei die richtigen Schätze zu sammeln. Im Moment ist die App kostenlos verfügbar, schaut doch mal rein ;-)

http://itunes.apple.com/de/app/morph!/id520616996?mt=8

Neues aus der Mashup-Welt gibt’s nach diesem Projekt dann auch bald wieder!


1999 kam der erste Teil der Matrix-Triologie ‘The Matrix’ in die Kinos. Er entwickelte sich zum Dauerbrenner auf den Leinwänden und regt bis heute Menschen zum Nachdenken an. Der Film der Wachowski Brüder entwickelt ein interessantes Science-Fiction Szenario, das unter der Beachtung philosophischer und theologischer Aspekte mit dem Gedanken der Suggestion einer digitalen Parallelrealität spielt. Die Begeisterung für The Matrix ist – neben neuartigen Effekten wie Bullet-Time – wohl vor allem auf diese Story-Idee zurückzuführen.

Doch gerade die revolutionäre Idee, die hinter Matrix steht, ist keineswegs eine Neuschöpfung, viel mehr ein hochwertiges Recycling. Und auch die Machart des Films: Schnitt, Ton, Kamera; die immerhin mit Oscars ausgezeichnet worden ist, bringt wenig Neues:

(www.everythingisaremix.info)

Den Machern von The Matrix ist dafür sicherlich kein Vorwurf zu machen, sich inspirieren zu lassen ist weder verboten noch verwerflich – genau genommen beruht jede Idee erstmal auch auf den Gedanken anderer. Zudem erfüllt The Matrix auch als Projekt viele Ansprüche, die man an einen guten Film haben muss: er ist kurzweilig, liefert Denkanstöße, vermittelt Gefühle und setzt sich tiefergehend mit einem Thema auseinander.

Interessant ist aber, dass sich mit Warner Bros. genau die Firma, die hinter The Matrix und vielen weiteren Filmen steht, die Ideen zu Streifen wie The Matrix durch rechtliche Schritte auf der ganzen Welt schützen lassen will. Warner Bros. sei hier nur ein Beispiel für die Masse an Konzernen der Unterhaltungsindustrie, die versuchen, die vorerst vertagten Gesetze SOPA und PIPA, sowie das aktuelle ACTA Abkommen (–> was sind SOPA, PIPA & ACTA?) voranzutreiben und dabei missachten, dass gerade ein Großteil ihrer Produkte darauf beruht, die Ideen anderer zu kopieren, zu verändern und wiederzuverwerten. Natürlichen stehen diese Konzerne auf Grund des Filesharings im Internet unter enormen wirtschaftlichen Zukunftsdruck, dennoch dürfen auch große Firmen wie Warner Bros. nicht vergessen, wem sie ihren Erfolg mitverdanken: abertausenden Vordenkern.

Neben den vielen andern Gründen ist dies ein weiterer Aspekt, der gegen SOPA, PIPA, ACTA und andere ähnliche Gesetzesvorschläge spricht. Deshalb: beteilige dich hier an einer Petition gegen ACTA!

Passend dazu: der hochaktuelle Fauxpas des CDU-Bundestagsabgeordneten Ansgar Heveling.


Aufrufe der Website

Besucher pro Tag

Auf Grund der zahlreichen positiven Rückmeldungen zu diesem Thema (20 schnelle Tips für die Websitepromotion), gibt’s heute nochmal ein paar Tipps für euch, wie man seine Website bekannt macht und seine Besucherzahlen in ansehnliche Bereiche bringt.

Grundsätzlich gilt es drei Arten von Besuchern zu unterscheiden:

  1. Stammgäste‘; also Besucher, die den Inhalt der Website regelmäßig verfolgen (bspw. aus Interesse am Thema)
  2. Gelegenheitsgäste‘; Besucher, die z.B. einem externen Link zu einem spezifischen Thema folgen, der auf die Website verweist.
  3. Zufallsgäste‘; Besucher, die beim Stöbern durchs Internet oder beim Googlen zufällig auf die Website gelenkt werden.
Wird eine Zeit lang kein neues Material auf einer Website veröffentlicht, nimmt der Anteil der Zufallsgäste normalerweise zu, während die Gesamtzahl der Besucher abnimmt. Besonders besucherreiche Tage sind meist diejenigen, an denen neue Posts veröffentlicht werden oder eine neue externe Referenz geschaffen wird; diese Effekte wirken zumeist aber nur sehr kurzfristig, erhöhen in geringem Maße langfristig aber auch die Zahl an Besuchern aller drei Gruppen.

Wenn man zielgerichtet mehr Traffic erreichen möchte, sollte man sich fragen, welches dieser Klientele man bedienen möchte. Während Zufallsgäste vor allem durch Werbung und Einträge in Verzeichnissen sowie Suchmaschinen zu erreichen sind, können Stamm- und Gelegenheitsgäste durch bestimmte Taktiken relativ einfach angezogen werden.

Um eine große Menge an Stammgästen zu rekrutieren, ist es nötig, regelmäßig Posts zu einem bestimmten Themengebiet zu verfassen. Genau wegen dieser Posts kommen die Leser nämlich immer wieder, entsprechend qualitativ hochwertig sollten sie sein. Über einen Newsletter, Facebook oder RSS-Feed  kann man seine Leser außerdem immer wieder auf neue Beiträge hinweisen. – Am Ball bleiben!

Gelegenheitsgäste, die einem häufig einmalige Besucherströme verschaffen können, sind am einfachsten über prägnante News, Allerweltsthemen oder einfach das gezielte Platzieren neuer Posts anzusprechen. Hier kommt es sehr stark darauf an, neue Beiträge richtig in Szene zu setzen und breitestmöglich auf neue Posts hinzuweisen, die eurer Meinung nach lesenswert sind.

Der effektivste (und sicherlich aufwändigste) Weg ist alle drei Besuchergruppen anzusprechen. Gerade in den Anfangstagen einer Website sollte man sich meiner Meinung nach aber auf Gelegenheitsgäste konzentrieren, um überhaupt eine gewisse Bekanntheit im Netz zu gewinnen. Nicht vergessen, jeder fängt klein an. Gebt der Welt ein bisschen Zeit eure Website zu entdecken!


Tübingen Neckarfront

Tübingen ist wie der fast vergessene Vorort einer Großstadt, über den man ab und zu mal in der Zeitung liest; wie das gemütliche Sofa, welches bei einem Umzug zu aller erst in den kargen Raum transportiert wird; wie ein Stück Zeitgeschichte aus den 60ern gepaart mit futuristischen Ambitionen in der Medizin und Wissenschaft; wie Strobolicht zu Jazzmusik – Tübingen ist mein Zuhause!”  

     Teee von Lingua Loca

Teee von den Tübinger Organic Hip-Hop Lokalmatadoren Lingua Loca ist nicht der erste, der versucht, den Vorzügen der beschaulichen Neckarstadt mit wohlgesetzten Worten Tribut zu zollen. Schon in einem alten Tübinger Volkslied wird die Stadt mit den wohl schönsten Hügeln Baden-Württembergs ausgiebig diskutiert und auch so manche Popmusik Trendsetter haben sich schon voll des Lobes in die Hölderlinstadt verirrt – Man merkt schon, die Tübinger sind ein musikalisches Völkchen. Kein Wunder also, dass in diesem Umfeld Ideen geboren, Lieder geschrieben und Tracks vermixt werden.

Beim Erkunden der Tübinger Musik- und Clubwelt macht man sich entweder auf Partykel.info auf die Suche nach passenden Events und telefoniert ein paar Freunde ab; oder aber man steht auf der anderen Seite des Pults und sucht nachmittags die Kabel zusammen, die man für den Gig am Abend braucht. So oder so, Spaß macht beides. Ein paar Locations und Events sind mir dabei besonders ans Herz gewachsen und so habe ich mich aufgemacht, die Macher der besten Tübinger Nächte einzufangen.

Zuallererst: Danke Mancuso, du bist wohl nicht totzukriegen (sieht man sich wieder?)!

Zu selten aber geliebt: Die Nächte im SchloßCafé mit Las Bubamaras. Wer sich hier nicht bewegt, ist selbst schuld. Breaks, Balkanpop, Hip-Hop, Ska, Reggae und noch so manches mehr bringen die zwei Mädels aus Karlsruhe mit nach Tübingen und lassen den Schloßberg erbeben.

Las Bubamaras:

“Oberstes Ziel von unseren Bubamara Beats-Partys ist es, die Leute glücklich und tanzend zu sehen. Hierfür mischen wir eine wilde und abwechslungsreiche Musik aus Balkan – Mestizo – Ska – ElectroSwing – Hip Hop – Reggae und Elektro zusammen. Tübingen ist für uns unser erstes zu Hause und das SchloßCafé unser zweites.”

Las Bubamaras from Lefois on Vimeo.

Immer wieder gerne: Vollmondtanz im Sudhaus mit DJ Jens. Musikalische Reise mit Abstechern in die Vergangenheit gefällig? Ohja. Swing, Rock’n'Roll, Oldies, Klassiker aus den letzten Jahrzehnten und dazu natürlich das beste von heute. Dazu immer volles Haus und gute Stimmung. I like.

DJ Jens über ‘die Szene’:

“Tübingen als Szenestadt? Hui! Ich glaube fast jeder, der sich als ”Szenemensch” sieht, wird Tübingen dies absprechen. Zu unrecht, denke ich. Klar sind die Stadt, Ihre Locations und auch die Parties überschaubar. Aber es passiert doch immer wieder etwas Neues, und es bleibt dabei meistens schön entspannt. Was zeichnet eine Szene aus? Hippe Menschen, die rastlos zu hippen Events rennen? Und dabei Individualität und Kreativität vermissen lassen?

Natürlich mag Tübingen etwas verschrobener sein, als manch andere Stadt. Aber für mich zeichnet sich Tübingen genau dafür aus: jeder kann sein Plätzchen finden und dort sein Ding drehen. Genau diese entspannte Stimmung hoffe ich auf meinen Parties rüberbringen zu können. Da ich das in Tübingen nun schon seit ein paar Jährchen mache, denke ich, dass das meistens auch ganz gut klappt.”

Elektronisches gibt’s in Tübingen natürlich auch, seis irgendwo mit Tanzwut auf dem Programm oder mit wechselnden Acts im Club 27. Der Techno-Fanatiker kommt auf seine Kosten.

Ehemaliger Barkeeper Club 27: „Sehr nette Kollegen und tolle Stimmung, hab mich da gleich wohlgefühlt [...]. Ich hab dort fast jedes Wochenende gearbeitet und hatte mein Spass vor allem, weil eigentlich fast immer gute Musik gespielt wurde: Techno [...].“

Last but not least: DJ Run iniQ von Not Your Average Disco Shit (N.Y.A.D.S.) im Blauen Turm, besonders gern besucht von Horden von Studenten an beinah jedem Donnerstag im Jahr. Breaks, Turntablism, Funk, Cuts, Scratches und alles was irgendwie anders ist oder sein will, steht hier auf der Agenda.

Run iniQ:

“Tübingen ist für mich teilweise ein unberechenbares Pflaster. Prüfungen, Semesterferien und (unangekündigte) studentische Veranstaltungen sorgen stets für unterschiedliches Publikum. Die Mischung aus Stammpublikum und anderen Gästen variiert permanent.

Dennoch oder gerade deshalb ist es immer wieder cool hier aufzulegen und zu feiern, auch weil die “Szene” überschaubar ist und man sich untereinander kennt. Man trifft in den wenigen Locations stets bekannte Gesichter. Es macht Spaß, DJs quer durch die Genres bei ihren Gigs zu besuchen – so lange man offen und interessiert ist. Man bekommt es schließlich auch zurück! Tübingen hat für jeden Geschmack gute Leute hinter den Plattentellern.

Technik vereint mit guter Musik ist das, was unsere NYADS-Parties ausmacht. Das zeigt auch, dass es sich nicht lohnt, einen DJ durch eine Playlist zu ersetzen.”

Für mich ist mit all dem jetzt fürs erste aber Schluss, es wird Zeit für etwas Neues: Bye bye Tübingen. Danke für das, was du mir gegeben und genommen hast, es war schön mit dir. Komm mich mal besuchen. Ich vergess dich nicht.

Mein Revier heißt ab jetzt Rhein-Neckar-Delta: Mannheim, Karlsruhe, Heidelberg. Und im Delta geht so einiges. Interviews mit Künstlergrößen wie Shantel, 20er Jahre Parties, jede Menge Locations und natürlich auch viele neue Gesichter. Cris Cosmo („In Mannheim weint man zweimal: einmal wenn man kommt und einmal wenn man geht“), Silke Hauck, Electric Balkan Jazz Club und wie sie alle heißen.

Aus Partykel wird Schneckenhof.de, aus etablierten Abläufen ein Neuanfang, tja, nur die Mashups bleiben Mashups. Danke für eure Unterstützung, danke für 2011 und alles Gute für die nächsten 365!

Danke!


„Maaaan, schon wieder nur fünf Leute auf der Website gewesen…!“ – Zu wenig Besucher auf deiner Website? Willst du was dagegen tun? Willst du deine Website oder deinen Blog promoten? Dann los geht’s:

Wie macht man seine Website bekannt?

  1. Erzähle jedem, den du kennst, von deiner Website und zeig sie ihm/ihr – idealerweise natürlich auf deren Computer.
  2. Füge den Link zu deiner Website als Signatur zu deinen E-Mail-Profilen und als Information zu deinen Benutzerkonten in Internetforen, sozialen Netzwerken oder Chaträumen hinzu.
  3. Schalte eine Werbeanzeige für deine Website bei GoogleAdWords (wo es im Moment übrigens 50€ Gutscheine gibt).
  4. Trage deine Website in die unzähligen Websiteverzeichnisse und Webkataloge (z.B. hier) im Internet ein.
  5. Connecte mit anderen Websiten, die ähnliche Themen behandeln: hinterlasse Kommentare, schreibe E-Mails und versuche andere Seiten dazu zu bewegen, zu deiner Seite zu verlinken.
  6. Drucke und verteile Visitenkarten (immer dabei haben!), auf denen die Adresse deiner Website steht.
  7. Erstelle eine Presseerklärung zur Eröffnung deiner Website (kein Witz!) und verschicke sie an diejenigen Medien, die du für potentielle Interessenten hältst.
  8. Melde dich bei Foren und Communities an, die sich mit dem gleichen Thema beschäftigen, wie deine Website. Schau kontinuierlich, was die anderen Leute „aus der Szene“ tun und diskutiere mit ihnen darüber. Nun teile den Leuten mit, was du tust, und weise auf deine Website hin.
  9. Versuche andere Web-Redakteure für Gastbeiträge zu gewinnen.
  10. Führe Interviews mit anderen Webredakteuren, die du dann auf deiner Website veröffentlichst.
Wie behält man seine Leser?
  1. Poste regelmäßig.
  2. Poste Qualität.
  3. Bleibe deinem Thema treu.
  4. Schreibe über Websitepromotion.
  5. Informiere deine Follower regelmäßig per Mail oder Social Network über alles Neue auf deiner Website.
  6. Gewinnspiele! Wer etwas gewinnen kann, kommt gerne wieder und hofft gewonnen zu haben.
  7. Ermutige die Leute mit dir zu diskutieren, frage nach Kommentaren und Feedback.
  8. Weise immer auf neue Posts hin, z.B. auf yigg.de
  9. Veröffentliche Serien zu bestimmten Themen.
  10. Frag deine Leser, was sie gerne lesen würden.

Einen schönen Montag und einen guten Start in die Woche! BOY zeigt mit Little Numbers, dass heutzutage doch nicht alles gleich klingen muss und man auch ohne digitale Bässe viel Stimmung machen kann! Enjoy!