Mit ‘Benstilller’ getaggte Artikel


Die MashUp Szene wächst und wächst; jeden Tag erblicken tolle Neukreationen das Licht der Welt und so mancher fragt sich, wie das eigentlich geht, so ein MashUp. Was machen BenStilller, PartyBen, WhitePanda und Co da überhaupt genau?

Das Grundprinzip ist ganz einfach: Altes Kombinieren, um Neues zu schaffen. Recycling.

Was dabei herauskommen kann, ist bisweilen wirklich erstaunlich, gelegentlich sogar besser als die ursprünglichen Quellen und manchmal mit den Originalen gar nicht mehr zu vergleichen. Es gibt viele Wege – die übrigens jedem offen stehen – so ein MashUp zu erschaffen. Grobes Basiswissen über die Bedienung einer DAW (digital audio workstation), sowie über Songstrukturen sind zwar beides Begeleiter, die einem diese Wege einfacher machen, aber sie sind keine Voraussetzung, loslegen zu können. Mit den technischen Details will ich mich deshalb auch nicht befassen. Wer also ein Pragmatiker-Tutorial zum Erstellen von MashUps erwartet, den muss ich an dieser Stelle enttäuschen; das gibts nämlich hier.

Alles beginnt mit einer (kurzen) Idee: einem “hmm, das klingt doch wie…”, einem “daraus kann man doch mehr machen”, einem “schade, der Gesang verhunzt das tolle Lied”, einem “das sollte mal jemand machen” oder einfach nur mit einem “hey, das passt zusammen”. Diese Idee kann sich um ein paar ausgewählte Lieder drehen, aber auch um ein Thema wie Liebe; einen Zeitraum (z.B. ein BestOf2011) oder einfach nur um diesen einen unfassbar tollen, neuen Klang.

Hat man den/die Songs gefunden, die das Grundgerüst für das MashUp bilden sollen, fängt man an mit ihnen zu experimentieren, spielt sie nacheinander, übereinander, rückwärts, vorwärts, sucht interessante Stellen, Stellen, die man mag, Stellen, die man nicht mag und versucht die Machart (Dynamik, Rhythmik etc.) der Ausgangssongs zu verstehen. Meist stolpert man dabei über eine Stimmung oder einen oder mehrere Sounds, die man unbedingt im MashUp verwenden möchte. Das ist der Ausgangspunkt für das restliche Arrangement.

Es ergeben sich nun mehrere Fragen: Wie gestalte ich mein MashUp rund um diesen Sound? Wie positioniere ich den Sound im Arrangement? Klingt er morgen früh immer noch so gut wie heute? Welche Bestandteile eignen sich außerdem, um den Mix “smooth” zu machen?

Wenn du diese Fragen beantworten kannst, dann steht dir nichts mehr Im Wege, dein MashUp zu vollenden. Für alle, die sich diese Fragen nicht alle beantworten können, ein paar Tipps aus eigener Erfahrung:

  • Man sagt nicht umsonst “Gut Ding will Weile haben”; mit der Zeit kommen auch neue Ideen. Manchmal hilft es, ein Projekt einfach mal ein paar Tage ruhen zu lassen. Es gibt keinen Termindruck für dein persönliches MashUp!
  • Vier Ohren hören mehr als zwei.
  • Überlege, was dir an anderen MashUps gefällt und ob es sich in deinem Arrangement wiederfinden ließe.
  • Es gibt keine unumstößlichen Regeln, erlaubt ist, was gut klingt!
  • Ausprobieren! Egal, wie verrückt der Gedanke vorher scheint!

Ist das MashUp schließlich grob angelegt, ist es ratsam, sich ein paar fremde Meinungen einzuholen; unsere Ohren gewöhnen sich schnell an “unsaubere” Klänge, sodass uns diese vielleicht gar nicht mehr auffallen. Am Ende zählt, dass du selbst mit deinem Tune zufrieden bist. Zurücklehnen und genießen! – Und genau das tun all die “Großen” am Ende auch ;-)