Es gibt wieder was Neues auf die Ohren! 30 Minuten Live-Recording von einem Gig aus Berlin – viel Spaß!
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Neues Set aus Berlin
Posted: Dezember 13, 2012 in Live!, MashUpSchlagworte: 2012, 30 minuten, aufnahme, Balkan, berlin, Dance, dj, electro, house, live, liveset, maez, MashUp, recording, set
Mashmike am Mic – Interview
Posted: September 19, 2012 in MashUp, Mixblick, SonstigesSchlagworte: 2007, 2008, 2009, 2012, a+d, Acapella, acapellas, adele, adrian roberts, all samples long, all summer long, audition, audition adobe, avicii, bayern, bayern 3, beyerdynamic dt 770, black, Blend, bootie, bootie berlin, bootie münchen, bootie munich, bootleg, Booty, charthits, Dance, diy-acapella, dj, dj bootox, dj interview, dj mashmike, dj morgoth, dj schmolli, dj y, dj y alias jy, dj-gigs, dr waumiau, earworm, ein bisschen frieden, electro, facebook, fanseite, fii, flo rida, gamescom, gema, gericht, gguten morgen sonnenschein, good feeling, guten morgen sonnenschein, gybo, hook, house, ice, ice ice baby, interview, jimmy klok, jy, kid rock, komm schon! clubtunes mashups gefühle, konsole, levels, los rockos, los rockos vol 2, mash, masher, mashmike, mashmike interview, MashUp, mashup des jahres, mashup dj, mashup-artist, mashup-germany, matthias matuschik, matuschke, mike ratzek, mischen, Mix, moby, nana mouskouri, nelly furtado, nerd kinski, nerd-kultur, power to the people, radio, Remix, sample, say it, say it right, sendung, set, show, soundcloud, studio-acapella, the big bang theory, the big mash theory, top of the pops, united states of pop, urheberrecht, urteil, vanilla ice, vci, vestax, vestax vci 300, vs

DJ MashMike gehört zweifellos zur deutschen Mashup-Elite, seine Remixes sind fester Bestandteil der Bayern 3 Show Matuschke und jetzt ist er endlich auch bei mir im Interview. Für alle diejenigen, die ihn noch nicht kennen, stellt er sich kurz vor:
MashMike: Ich bin 43 Jahre alt und schon seit ich denken kann von Musik abhängig. Als ich mit 16 zum ersten Mal in die Disco durfte, hat’s mich natürlich zum DJ-Stand hingezogen. Eigentlich durch ein Unglück – einen Unfall des Stamm-DJs – durfte ich von heut auf morgen für 1.000 Gäste Musik machen: Ich war infiziert – und bin bis heute nicht davon losgekommen.
Maez: Wie sieht denn dein aktuelles Setup zum Auflegen und Produzieren aus?
Meine DJ-Gigs bestreite ich mit meiner Vestax VCI 300 Konsole und der Software Itch Serato auf meinem Macbook. Bei manchen Kollegen sind die Konsolen eher verpönt – die arbeiten mit Vinyl und Timecode. Aber ich betreue neben Clubauftritten auch noch diverse andere Veranstaltungen (z.B. Freibadfeste), wo es mit Vinyl eher problematisch wäre.
Was hat dich zum Mashen bewegt?
Beim Auflegen hatte ich schon immer Spaß daran, alle technischen Möglichkeiten auszureizen und unter die “normalen Songs” zusätzlich Acapellas oder Samples zu mischen. 2007 legte ich mir schließlich die Software Audition von Adobe zu und startete meine ersten Mashup-Versuche. Der einzige Unterschied zu einem normalen PC-User: Ich habe einen Verstärker und vernünftige Lautsprecher angeschlossen und für den Final Mix setze ich mir meine Studiokopfhörer beyerdynamic DT-770 pro auf, um alle Feinheiten hören zu können. Seit 2010 gibt es die Tracks auch im Netz zu finden – es sind inzwischen mehr als 130! Das viele positive Feedback und die steigende Fanzahl auf meiner Facebook-Seite sind Motivation genug, immer weiter zu machen.
Legst du bei deinen Gigs anders auf seitdem du Mashups produzierst?
Natürlich finden sich Mashups in meinen Sets. Nicht nur eigene, sondern alles, was ich gut finde. Jedoch nehme ich nach wie vor Rücksicht auf die jeweilige Veranstaltung. Ich habe in letzter Zeit auch größere Partys in Stadthallen u.ä. gemacht. Dabei spiele ich mehr als zur Hälfte “normale Sachen”. Ich denke mir dann immer, die Gäste wollen zu ihrem Lieblingssong so abfeiern, wie sie ihn kennen. Andersrum gibt es auch viele Veranstaltungen, wo ich rein als Mashup-DJ gebucht werde. Und da gibt es dann zum überwiegenden Teil Sets aus Mashups und Bootlegs.
Grundsätzlich ist es so, dass ich mich auf jeden Gig individuell vorbereite und ausführlich überlege, was ich machen kann. Allerdings spiele ich dann schon nach Gefühl und Reaktion der Gäste das, was mir gerade richtig erscheint.
Zuletzt musste ich eine Woche vor einer Veranstaltung eine Setliste abgeben. Diese Aufgabe empfand ich als eine der schwierigsten bisher. Ich finde, ich habe ein gutes Gefühl für den Moment und treffe meistens den richtigen Nerv. Das im Vorfeld trocken auf Papier zu bringen ist nicht einfach!
In deinen älteren Mashups finden sich unter anderem viele deutsche Klassiker – ein bisschen Frieden, Guten Morgen Sonnenschein – heute sind vor allem aktuelle Charthits in deinen Tracks vermixt, hat sich dein Stil gewandelt?
Als Stilwandel würde ich es nicht bezeichnen, obwohl es tatsächlich so wirken könnte. Das liegt vor allem an zwei Dingen:
Im Laufe der Jahre hatten sich so viele Ideen in meinem Kopf angesammelt, die ich gerne umsetzen wollte; deshalb waren es anfangs hauptsächlich ältere Themen, die ich bearbeitet habe. Ideen für Mashups mit älteren Songs habe ich immer noch, aber seit ich nun auch viel als Mashup-DJ unterwegs bin, versuche ich natürlich viele aktuelle Themen aufzugreifen, die sich dann auch im Club spielen lassen. Das liegt ganz einfach an der Entwicklung: Die Leute buchen mich mittlerweile immer mehr als DJ MashMike und da will man möglichst auch eigene Sachen spielen können.
Wann kommt Los Rockos Vol. 2?
Gute Frage! Das “Los Rockos” Mashup habe ich damals gleich mit “Vol. 1″ bezeichnet, weil ich früher oder später natürlich eine Fortsetzung nachlegen will. Da ich wie erwähnt viel als Mashup-DJ unterwegs bin und mich hauptsächlich im Dance-/House-/Electro-/Black-Bereich wohlfühle, ist eine Dringlichkeit für Vol. 2 für mich derzeit aber nicht gegeben. Es sind ja in Los Rockos Rock-Klassiker verarbeitet – und da ist 1 Jahr hin oder her kein Problem. Aber ich möchte durchaus irgendwann ein Volume 2 nachlegen. Jedoch kann und will ich derzeit keine Prognose abgeben, wann es soweit ist.
Grundsätzlich kann man bei meiner Arbeit nichts erzwingen. Es kommt selten etwas Gutes dabei raus, wenn man sich gezielt hinsetzt und sagt: “So, jetzt mache ich dieses oder jenes”. Am besten ist es, sich von den eigenen Ideen überraschen zu lassen und intuitiv zu handeln.
Der Mashuptrend geht in Richtung jeder macht Top of the Pops Remixes – du auch?
Da hast Du wohl recht. Es gibt massig Mashups, bei denen einfach zwei aktuelle Dancesongs miteinander vermischt sind. Beispielsweise gab es zu Aviciis “Levels” unzählige Mashups; unkreativ, wenn es dann auch noch mit “Good Feeling” von Flo Rida vermischt wurde. Das hat ja im Grunde die gleiche Hook.
Ganz ehrlich: selbst mach’ ich auch hin und wieder solche Mashes. Aber für mich muss trotzdem dabei etwas Neues entstehen – sonst veröffentliche ich mein Mashup nicht.
Masht du lieber mit dem ersten DIY-Acapella oder wartest du auf die Studio-Version?
Klar ist es so, dass wenn es einen neuen Kracher gibt, jeder versucht, ihn als erstes zu vermashen. Allerdings muss für mich ein DIY-Acapella schon wirklich sehr gut sein, damit ich es verwende. Obwohl es vielen Mashup-Hörern vielleicht egal wäre, aber ein gewisses Qualitätsdenken gehört da unbedingt dazu. Dieses Qualitätsdenken sorgt auch gerne mal für Verzögerung bei der Veröffentlichung meiner Mashups. Für andere wäre es oftmals schon fertig – aber ich höre es mir dann mehrfach auf verschiedenen Systemen an, um wirklich mit jedem Detail zufrieden zu sein.
Deine Produktionsqualität hat in den letzten Jahren zugenommen, ist das reine Übungssache oder gibt’s da einen Mentor?
Oh, danke! Es ist natürlich schön zu hören, dass man sich qualitativ scheinbar steigert. Ich habe mir die Software selbst über eine Lern-DVD beigebracht. Einen Mentor gibt es diesem Sinne keinen. Ich vermute deshalb, dass der Eindruck dadurch entsteht, dass ich immer neue Features der Software zu verwenden lerne.
In Sachen Mentor ist aber trotzdem unbedingt anzumerken, dass ich mit DJ Y alias JY mittlerweile 3 gemeinsame Mashups produziert habe – daraus habe ich gelernt. Ich bin z.B. immer unschlüssig, was die Lautstärkenabmischung zwischen Acapella und Instrumental betrifft. DJ Y hat mir beigebracht, dass ich die Acapellas eigentlich immer etwas zu laut abgemischt habe.
Wie habt ihr euch kennengelernt?
Zum ersten Mal getroffen hab ich DJ Y bei einem seiner DJ-Gigs in München. Da er aber genauso wie ich ein Vollblut-DJ ist, haben wir damals wenig Zeit für ein Gespräch gefunden. Das weitere Kennenlernen lief teils über Facebook, aber es gab seitdem auch diverse Treffen; z.B. war er Gast in der BAYERN 3-Mashup-Night, die ich als Co-Moderator betreuen darf, außerdem sind wir gemeinsam nach Augsburg gefahren, als Matuschke mit seiner Radioshow eine Woche lang auf Tour ging.
Kennst du noch mehr Masher?
Zufälligerweise habe ich gestern DJ Schmolli kennengelernt. Er war auf der Durchreise zu einem Gig und wir konnten zumindest knapp zwei Stunden quatschen. Ein sehr netter Zeitgenosse; sehr hilfsbereit und auskunftsfreudig! Persönlich kenne ich natürlich auch DJ BootOX. Wir haben ja schon zwei Mal die Gamescom gerockt und sind beide Residents bei Bootie Munich.
Persönlich kennengelernt habe ich außerdem Jimmy Klok und Nerd Kinski auf einer Mashup-Party in Würzburg sowie Mashup-Germany, DJ Morgoth und Dr. Waumiau bei meinem Gastset auf der Bootie Berlin im April diesen Jahres. Ebenfalls kenne ich einen Teil der Bootie-Erfinder A+D aus San Francisco: Adrian Roberts.
Das zweite Wohnzimmer vieler Masher GYBO hat seit ein paar Tagen das Verlinken zu Mashups aufgrund eines Gerichtsurteils eingestellt, wird Mashen ‘gefährlicher’?
Ich hoffe natürlich nicht! Allerdings traue ich mir nicht zu, eine Einschätzung hierzu abzugeben. Was z.B. in Sachen GEMA derzeit abgeht, kann ich nicht nachvollziehen. Dass in unserem Land, wo alles kontrolliert wird und für jede noch so kleine Angelegenheit Gesetze geschaffen werden, eine Institution scheinbar machen kann, was sie will, ist für mich unverständlich.
Wie gehst du mit der rechtlichen Situation um Mashups um und hattest du deshalb schon einmal Schwierigkeiten?
Anfangs habe ich meine Mashups nur zum Anhören ins Netz gestellt. Ich habe mir dann eines Tages gedacht: “Solange der wohl bekannteste deutsche Mashup-Artist Mashup-Germany frei rumläuft und in den Medien dafür propagiert, kann mir auch nichts passieren!” Ist sicherlich etwas leichtfertig, weil es ja trotzdem gegen das Urheberrecht verstößt. Mashup-Germany selbst gab aber letztens ein gutes Beispiel:
“Wenn Du Dir in einem Imbissladen einen Hamburger kaufst, dann z.B. die Gurke herausnimmst und das Deinen Freunden zeigst, sagt keiner was.“
Bei unserer Tätigkeit ist es ähnlich. Wir nehmen von einem Song “die Gurke” – den Gesang – und packen etwas anderes dazu. Frech gesagt müssten wir eigentlich von der Musikindustrie gefördert werden. Denn ich bin mir sicher, dass jemand, der einen neuen Song in einem meiner Mashups entdeckt, sich den Song im Original kauft, wenn er ihn gut findet. Wir machen also kostenlose Werbung.
Ist die Rückmeldung zu deinen Mashups denn grundlegend positiv? Was sagen denn die Künstler?
Die Künstler denke ich sehen das überwiegend positiv. Ich habe z.B. zu meinem “Power To The People”-Mashup ein Dankesvideo von fii bekommen. Er hat es über seine Fanseite gepostet. Ähnlich erging es auch DJ Y, der ein Moby vs. Adele Mashup produziert hat. Moby hat getwittert, dass er das Mashup sogar besser fände als sein Original.
Die “ehrlichen Musiker” unter den Künstlern finden es also durchweg positiv. Problematisch wird’s nur, wenn profitinteressierte Labels oder Plattenfirmen, hier ein Paar Cent flöten gehen sehen.
Matuschke hat 2009 dein Mashup Tequila Sunrise zum Mashup des Jahres erklärt, welchen Einfluss hatte das auf deine Masher-Karriere?
Es ist ein Ansporn, immer wieder etwas Neues nachzulegen, was ähnlich begeistert! Einfach überraschen mit verrückten Ideen und Kombinationen.
Man muss vielleicht wissen, dass ich die berühmte Frage der Tanten und Onkel, die man als kleiner Bub häufig gestellt bekommt: “Was willst Du mal werden, wenn Du groß bist?”, immer mit: “Spätestens wenn ich 18 bin, gehe ich nach München und fange bei BAYERN 3 an”, beantwortet habe. Das habe ich leider bis heute nicht geschafft. Aber dass in “meinem” Sender nun “meine” Mashups laufen, ist nach wie vor immer wieder ein Highlight. Und Matuschke und sein Musikredakteur Wolfgang Kerber haben dafür gesorgt!
Wird Matuschke Ende des Jahres einen MashMike Track mit allen Top-Titeln des vergangenen Jahres spielen – so wie bei DJ Earworm und Mashup Germany?
Da bin ich mir nicht so sicher. Erstens sind diese Multi-Mashups nicht so mein Ding; ich finde das stellenweise zu anstrengend zu hören. Mir sind zwei, maximal drei Tracks lieber, eventuell noch mit ein paar Samples gewürzt.
Außerdem gibt’s ja schon zwei Kollegen, die sowas machen. Das wirkt dann eher wie ein “auf den Zug aufspringen”. Aber so hundertprozentig bin ich mir da auch nicht sicher. Sag niemals nie!
Woher kommt eigentlich die enge Bindung zu Matuschke?
Matuschke ist für mich der beste Radiomoderator, den ich bis dato gehört habe – und ich habe viele gehört. Er schafft es, so zu moderieren, dass man sich direkt angesprochen fühlt. Und eigentlich ist er es gewesen, der mich anfangs immer wieder angespornt hat.
Mein erster Mashup-Versuch war Nelly Furtado “Say It Right” mit Vanilla Ice “Ice Ice Baby”. Anfang 2008 – Matuschke war gerade wieder zu BAYERN 3 zurück gekommen – hab ich ihm die mp3-Datei kurz nach Mitternacht zu Beginn seiner Kultnacht per Mail ins Studio geschickt. Ich dachte mir zwar, dass er wahrscheinlich ohnehin nicht reinhört, aber einen Versuch war’s wert. Gegen 1:30 Uhr – ich lag bereits im Bett und hörte noch zu – sagte er onAir, dass er einen Mix von einem Hörer zugemailt bekommen habe und dass er die Hörer noch reinhören lassen würde. “Das wird doch nicht etwa mein Mix sein?” Aufgeregt stand ich noch mal auf und sah, dass der Anrufbeantworter blinkte. Und tatsächlich: Matuschke hatte mich angerufen. Unfassbar! Ich rief zurück und erwischte ihn glücklicherweise sofort. Er sagte, er würde mein Mashup gerne in Verbindung mit einem kleinen Telefonat spielen. Wir gingen dann um kurz nach 2 Uhr auf Sendung und ich war höchst nervös. Mein Radioidol spielt mein Mashup!
In den folgenden Wochen habe ich ihm dann fast jede Woche ein neues Mashup geschickt – und meistens spielte er es dann auch sofort.
In einer Kultnacht im Mai – es lief mal wieder mein damals schon legendäres “All Summer Long”-Mashup – sagte er, dass dieses Mashup ein Track von Mike Ratzek sei, der ihn übrigens nächste Woche im Studio besuchen würde. Oh Schreck! Minuten später eine kurze Mail von ihm mit der Frage, ob ich denn auch Zeit hätte und eine Woche später war ich zum ersten Mal bei der Kultnacht dabei.
Hat sich so dein Traum Bayern3 auf ungewöhnlichem Wege doch noch erfüllt?
Ja, unbedingt. Früher war der Traum, bei BAYERN 3 zu arbeiten – nun laufen dort meine Mashups. Eigentlich ist das viel mehr, als was ich damals als kleiner Junge geträumt hatte. Andererseits hoffe ich noch immer auf einen Job beim Radio – insbesondere in der Musikredaktion. Das würde mein größtes Hobby, zu meinem Beruf machen.
DJ-technisch träume ich außerdem davon, eines Tages bei einem der ganz großen OpenAir-Festivals vor einigen Tausend Menschen ein Set abfeuern zu dürfen. Ich vermute zwar, dass eine echt gute Party in weit kleinerem Kreis mehr Spaß macht – trotzdem würde ich das schon verdammt gerne machen.
Du hast mit deinen Mashups nicht nur im Radio, sondern auch schon auf der Gamescom für Furore gesorgt, Mashups verbreiten sich im Internet und dein letztes Album The Big Mash Theory sampled das Intro von ‘The Big Bang Theory’. Sind Mashups ein Teil der Nerd-Kultur?
Nein! Ich möchte das absolut verneinen. Auf meiner Facebook-Seite schaue ich gerne hin und wieder die Profile der neuen Fans an. Und das sind für mein Empfinden Leute wie Du und ich. Manchmal meint man vom Profilbild her niemals, dass diejenige Person Gefallen an Mashups finden könnte.
Wie war’s denn dieses Jahr auf der Gamescom?
Die Gamescom an sich ging komplett an mir vorbei. Ich habe letztes Jahr bei meinem ersten Engagement versucht, eine Halle zu besichtigen. Aber da ich kein Gamer bin und generell nicht so darauf stehe, von den Menschenmassen in eine bestimmte Laufrichtung mitgezogen zu werden, bin ich nach 20 Minuten wieder aus der Halle geflüchtet.
Die Party am Abend war jedoch sehr geil. Da sind ca. 3.000 Menschen am Abfeiern; sehr offen und ohne Berührungsängste, auch wenn sie ihr Lieblingslied nicht im Original hören. Die Party startete so gegen 21 Uhr – fast ohne Anlauf – und endete gegen halb 5 Uhr morgens.
Wann gibt’s endlich die DJ MashMike Deutschlandtour moderiert von Matuschke?
Etwas Ähnliches steht tatsächlich an: ich habe von September bis November fünf Gigs in zwei verschiedenen Clubs. Dort heißt es dann “komm schon!” – Clubtunes, Mashups, Gefühle. Matuschke und sein Haus- und Hof-Mixer MashMike gemeinsam an den Turntables. Darauf freue ich mich riesig.
Mehr findest du hier: DJ Mashmike @ Facebook + @ Soundcloud
Mashup-Time! – Mika vs. MGMT vs. Jasper Forks and others
Posted: März 3, 2012 in MashUpSchlagworte: 2012, Bastard Pop, be, Blend, blog, bootleg, Booty, Dance, Deutsch, dj, drei, enjoy, feat., flows, forks, ft, German, her, in, jasper, kids, kiss, m3rcy, maez, MashUp, mashup dj, mashup mix, mashup-time, mercy, mgmt, mika, Mix, monate, Music, musik, no, promo, relax, Remix, river, sound, soundcloud, spoonface, t-pain, verknallt, verliebt, wunna, you
In diesen Track habe ich mich wirklich ein bisschen verknallt, drei Monate lang haben wir uns miteinander rumgeschlagen bis letztendlich dieser Sound dabei herausgekommen ist. Enjoy responsibly
T-Pain – Kiss her
MGMT – Kids
Mika – Relax
No M3rcy ft. Spoonface – Wunna Be
Jasper Forks – River flows in you
Promo only!
New Mashup: Eminem vs. Fedde le Grand and co!
Posted: September 11, 2011 in MashUpSchlagworte: 2011, ali payami, Bastard Pop, blade, Blend, Booty, Dance, Deutsch, DJ Maez, Elektro, Eminem, fedde le grad, harold faltermeyer, ida corr, let me think about it, major lazer, MashUp, mastiksoul, Mix, Music, musik, nate dogg, pon de foley, Remix, shake that, soundcloud, the whistle, vs, warp brothers
Wie lang versprochen jetzt endlich das viel angekündigte Eminem Mashup! Da die Idee hierfür auf einem Gig entstand, ist das ganze auch gleich in einen Minimix eingebettet. Viel Spaß!
Eminem ft. Nate Dogg – Shake That
Fedde le Grand ft. Ida Corr – Let me think about it
Mastiksoul – The Whistle
Major Lazer vs. Harold Faltermeyer – Pon de Foley
Ali Payami vs. Warp Brothers – Blade
Another Gucci Gucci Style Mashup
Posted: August 2, 2011 in MashUpSchlagworte: 2011, another planet, aphrodite, Bastard Pop, Blend, Booty, Dance, DJ Maez, Elektro, from the dark side, gucci, gucci gucci, kreayshawn, MashUp, mashup mix, Mix, Music, musik, neu, pendulum, promo, Remix, style
Um die Wartezeit auf die nächsten größeren Projekte zu verkürzen, gibt es heute ein einfaches A+B Mashup. Kreayshawn kombiniert mit Pendulum und Aphrodite:
Kreayshawn – Gucci Gucci
Pendulum – Another Planet
Aphrodite – Style from the dark side
Strobo Party Bitch
Posted: Juli 7, 2011 in MashUpSchlagworte: 2011, Atzen, Bastard Pop, bitch, Blend, Booty, chick, Dance, DJ Maez, Elektro, German, laidback luke, MashUp, mashup mix, Mix, Music, musik, nena, party started, pink, Remix, robin, sexy, show me love, steve angello, strobo pop
Und weiter gehts, dieses Mal mit:
Die Atzen & Nena – Strobo Pop (sowie: Ritmo Playaz Remix)
Pink – Get the party started
David Guetta ft. Akon – Sexy Chick
Steve Angello & Laidback Luke ft. Robin S. – Show me love
Vielen Dank an DJ Morgoth, der durch sein Mash mit Pink die Vorlage hierfür geliefert hat.
Britneys Neue
Posted: Juni 22, 2011 in Mixblick, SonstigesSchlagworte: Album, Bob Sinclar, Britney Spears, Dance, Electropop, Eric Saades, Femme Fatal, Hold it against me, Hung Up, I wanna go, Kai Butterweck, Kritik, laut.de, Madonna, Martin, Max Martin, neu, neue, Pop, Popular, Round and round, Sandberg, Savan Kotecha, Selena Gomez, Shellback, Single, Till the world ends
Die Amerikaner lieben sie. Sie ist neu und blutjung, geboren 2011 nach 18 monatiger Schwangerschaft. Ihren zwei älteren Schwestern sieht sie zum Verwechseln ähnlich. Sie ist multinational aufgewachsen in den USA, Indien und Schweden. Ein Kind dreier Väter: Martin Sandberg, Shellback und Savan Kotecha; aber ohne echte Mutter. Ein Newcomer, der offensichtlich so manche Menschen in Ekstase versetzt:
Ihr Name ist: “I wanna go” und sie ist Britney Spears neue Single; die dritte Auskopplung aus dem aktuellen Album “Femme Fatal”.
Femme Fatal – von Britney Spears als “heftiges Dancealbum” angekündigt – hat uns in Europa, insbesondere in Deutschland, bisher größtenteils verschont. Kurz nach dem Realease (März 2011) kletterte es hierzulande auf Platz 10 der Media Control Charts, hielt sich dort kurz, um dann still und leise im Meer zeitgenössischer Popalben zu versinken. Auch die beiden bisherigen Singleauskopplungen (“Till the world ends”, Media Control Single Charts Platz 27; “Hold it against me”, MC Single Charts Platz 23) konnten weder selbst großartige Verkaufszahlen erzielen, noch dem Absatz von Femme Fatal nennenswert auf die Sprünge helfen. Nun hofft man also auf diese dritte Singleauskopplung:

Britney Spears mit einer "Deadmaus" auf ihrem Top.
I wanna go zeichnet sich durch computergenerierte, clublastige, überproduzierte Sounds aus. Britney Spears’ hoffnungslos zerstörerisch bearbeitete Stimme hängt lose auf einem Instrumental-Gerüst, das wie ein Medley von Madonnas “Hung up“, Selena Gomez’ “Round and Round“, Eric Saades “Popular” und ein paar Pfeifeinlagen von Bob Sinclar klingt. Große Unterschiede zu den beiden vorherigen Singles sind genauso wenig auszumachen, wie eine eingängige Melodie oder Hook. Man fragt sich, wie die Arbeit der 10 (!) allein an diesen drei Songs beteiligten Writern und Produzenten wohl ausgesehen haben mag. Wie langweilig uniform der Produktionprozess aber wirklich gewesen sein muss, stellt man erst dann schmerzlich fest, wenn man sich auch noch den Rest des neuen Albums antut.
Denn: Dass Femme Fatal keine Popgeschichte schreiben wird, liegt nicht etwa daran, dass die Promotion schlecht wäre – man denke an die Kino-Werbung, die Auftritte in verschiedensten Magazinen (Harper’s Bazaar etc.) und auf den Startseiten der größten Mailservices der Welt, die Wahl von “I wanna go” als Titelsong für den US Sender Bravo, die Femme Fatal Tour… Es ist ganz einfach damit zu begründen, dass Britneys jüngstes Werk klingt wie jedes andere aktuelle Electro-Pop Album auch: eintönig, gleichförmig, flach und irgendwie wie Kesha. Dass das Album in Südkorea den ersten Platz der Charts erreichen konnte, scheint wie ein ironsicher Kunstfehler und wird wohl eher die Ausnahme bleiben. Um es mit den Worten von Kai Butterweck (laut.de) zu sagen: “Wenn es ganzer drei Jahre bedurfte, um ein Album dieser Qualität für jemanden mit einem derart hohen Standing wie Britney Spears zu kreieren, dann kann man nur hoffen, dass sich vor ihrem vierzigsten Geburtstag kein weiteres Material ankündigt.”