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DJ MashMike gehört zweifellos zur deutschen Mashup-Elite, seine Remixes sind fester Bestandteil der Bayern 3 Show Matuschke und jetzt ist er endlich auch bei mir im Interview. Für alle diejenigen, die ihn noch nicht kennen, stellt er sich kurz vor:

MashMike: Ich bin 43 Jahre alt und schon seit ich denken kann von Musik abhängig. Als ich mit 16 zum ersten Mal in die Disco durfte, hat’s mich natürlich zum DJ-Stand hingezogen. Eigentlich durch ein Unglück – einen Unfall des Stamm-DJs – durfte ich von heut auf morgen für 1.000 Gäste Musik machen: Ich war infiziert – und bin bis heute nicht davon losgekommen.

Maez: Wie sieht denn dein aktuelles Setup zum Auflegen und Produzieren aus?

Meine DJ-Gigs bestreite ich mit meiner Vestax VCI 300 Konsole und der Software Itch Serato auf meinem Macbook. Bei manchen Kollegen sind die Konsolen eher verpönt – die arbeiten mit Vinyl und Timecode. Aber ich betreue neben Clubauftritten auch noch diverse andere Veranstaltungen (z.B. Freibadfeste), wo es mit Vinyl eher problematisch wäre.

Was hat dich zum Mashen bewegt?

Beim Auflegen hatte ich schon immer Spaß daran, alle technischen Möglichkeiten auszureizen und unter die “normalen Songs” zusätzlich Acapellas oder Samples zu mischen. 2007 legte ich mir schließlich die Software Audition von Adobe zu und startete meine ersten Mashup-Versuche. Der einzige Unterschied zu einem normalen PC-User: Ich habe einen Verstärker und vernünftige Lautsprecher angeschlossen und für den Final Mix setze ich mir meine Studiokopfhörer beyerdynamic DT-770 pro auf, um alle Feinheiten hören zu können. Seit 2010 gibt es die Tracks auch im Netz zu finden – es sind inzwischen mehr als 130! Das viele positive Feedback und die steigende Fanzahl auf meiner Facebook-Seite sind Motivation genug, immer weiter zu machen.




Legst du bei deinen Gigs anders auf seitdem du Mashups produzierst?

Natürlich finden sich Mashups in meinen Sets. Nicht nur eigene, sondern alles, was ich gut finde. Jedoch nehme ich nach wie vor Rücksicht auf die jeweilige Veranstaltung. Ich habe in letzter Zeit auch größere Partys in Stadthallen u.ä. gemacht. Dabei spiele ich mehr als zur Hälfte “normale Sachen”. Ich denke mir dann immer, die Gäste wollen zu ihrem Lieblingssong so abfeiern, wie sie ihn kennen. Andersrum gibt es auch viele Veranstaltungen, wo ich rein als Mashup-DJ gebucht werde. Und da gibt es dann zum überwiegenden Teil Sets aus Mashups und Bootlegs.

Grundsätzlich ist es so, dass ich mich auf jeden Gig individuell vorbereite und ausführlich überlege, was ich machen kann. Allerdings spiele ich dann schon nach Gefühl und Reaktion der Gäste das, was mir gerade richtig erscheint.

Zuletzt musste ich eine Woche vor einer Veranstaltung eine Setliste abgeben. Diese Aufgabe empfand ich als eine der schwierigsten bisher. Ich finde, ich habe ein gutes Gefühl für den Moment und treffe meistens den richtigen Nerv. Das im Vorfeld trocken auf Papier zu bringen ist nicht einfach!

In deinen älteren Mashups finden sich unter anderem viele deutsche Klassiker – ein bisschen Frieden, Guten Morgen Sonnenschein – heute sind vor allem aktuelle Charthits in deinen Tracks vermixt, hat sich dein Stil gewandelt?

Als Stilwandel würde ich es nicht bezeichnen, obwohl es tatsächlich so wirken könnte. Das liegt vor allem an zwei Dingen:

Im Laufe der Jahre hatten sich so viele Ideen in meinem Kopf angesammelt, die ich gerne umsetzen wollte; deshalb waren es anfangs hauptsächlich ältere Themen, die ich bearbeitet habe. Ideen für Mashups mit älteren Songs habe ich immer noch, aber seit ich nun auch viel als Mashup-DJ unterwegs bin, versuche ich natürlich viele aktuelle Themen aufzugreifen, die sich dann auch im Club spielen lassen. Das liegt ganz einfach an der Entwicklung: Die Leute buchen mich mittlerweile immer mehr als DJ MashMike und da will man möglichst auch eigene Sachen spielen können.

Wann kommt Los Rockos Vol. 2?

Gute Frage! Das “Los Rockos” Mashup habe ich damals gleich mit “Vol. 1″ bezeichnet, weil ich früher oder später natürlich eine Fortsetzung nachlegen will. Da ich wie erwähnt viel als Mashup-DJ unterwegs bin und mich hauptsächlich im Dance-/House-/Electro-/Black-Bereich wohlfühle, ist eine Dringlichkeit für Vol. 2 für mich derzeit aber nicht gegeben. Es sind ja in Los Rockos Rock-Klassiker verarbeitet – und da ist 1 Jahr hin oder her kein Problem. Aber ich möchte durchaus irgendwann ein Volume 2 nachlegen. Jedoch kann und will ich derzeit keine Prognose abgeben, wann es soweit ist.

Grundsätzlich kann man bei meiner Arbeit nichts erzwingen. Es kommt selten etwas Gutes dabei raus, wenn man sich gezielt hinsetzt und sagt: “So, jetzt mache ich dieses oder jenes”. Am besten ist es, sich von den eigenen Ideen überraschen zu lassen und intuitiv zu handeln.

Der Mashuptrend geht in Richtung jeder macht Top of the Pops Remixes – du auch?

Da hast Du wohl recht. Es gibt massig Mashups, bei denen einfach zwei aktuelle Dancesongs miteinander vermischt sind. Beispielsweise gab es zu Aviciis “Levels” unzählige Mashups; unkreativ, wenn es dann auch noch mit “Good Feeling” von Flo Rida vermischt wurde. Das hat ja im Grunde die gleiche Hook.

Ganz ehrlich: selbst mach’ ich auch hin und wieder solche Mashes. Aber für mich muss trotzdem dabei etwas Neues entstehen – sonst veröffentliche ich mein Mashup nicht.

Masht du lieber mit dem ersten DIY-Acapella oder wartest du auf die Studio-Version?

Klar ist es so, dass wenn es einen neuen Kracher gibt, jeder versucht, ihn als erstes zu vermashen. Allerdings muss für mich ein DIY-Acapella schon wirklich sehr gut sein, damit ich es verwende. Obwohl es vielen Mashup-Hörern vielleicht egal wäre, aber ein gewisses Qualitätsdenken gehört da unbedingt dazu. Dieses Qualitätsdenken sorgt auch gerne mal für Verzögerung bei der Veröffentlichung meiner Mashups. Für andere wäre es oftmals schon fertig – aber ich höre es mir dann mehrfach auf verschiedenen Systemen an, um wirklich mit jedem Detail zufrieden zu sein. 

Deine Produktionsqualität hat in den letzten Jahren zugenommen, ist das reine Übungssache oder gibt’s da einen Mentor?

Oh, danke! Es ist natürlich schön zu hören, dass man sich qualitativ scheinbar steigert. Ich habe mir die Software selbst über eine Lern-DVD beigebracht. Einen Mentor gibt es diesem Sinne keinen. Ich vermute deshalb, dass der Eindruck dadurch entsteht, dass ich immer neue Features der Software zu verwenden lerne.

In Sachen Mentor ist aber trotzdem unbedingt anzumerken, dass ich mit DJ Y alias JY mittlerweile 3 gemeinsame Mashups produziert habe – daraus habe ich gelernt. Ich bin z.B. immer unschlüssig, was die Lautstärkenabmischung zwischen Acapella und Instrumental betrifft. DJ Y hat mir beigebracht, dass ich die Acapellas eigentlich immer etwas zu laut abgemischt habe.




Wie habt ihr euch kennengelernt?

Zum ersten Mal getroffen hab ich DJ Y bei einem seiner DJ-Gigs in München. Da er aber genauso wie ich ein Vollblut-DJ ist, haben wir damals wenig Zeit für ein Gespräch gefunden. Das weitere Kennenlernen lief teils über Facebook, aber es gab seitdem auch diverse Treffen; z.B. war er Gast in der BAYERN 3-Mashup-Night, die ich als Co-Moderator betreuen darf, außerdem sind wir gemeinsam nach Augsburg gefahren, als Matuschke mit seiner Radioshow eine Woche lang auf Tour ging.

Kennst du noch mehr Masher?

Zufälligerweise habe ich gestern DJ Schmolli kennengelernt. Er war auf der Durchreise zu einem Gig und wir konnten zumindest knapp zwei Stunden quatschen. Ein sehr netter Zeitgenosse; sehr hilfsbereit und auskunftsfreudig! Persönlich kenne ich natürlich auch DJ BootOX. Wir haben ja schon zwei Mal die Gamescom gerockt und sind beide Residents bei Bootie Munich.

Persönlich kennengelernt habe ich außerdem Jimmy Klok und Nerd Kinski auf einer Mashup-Party in Würzburg sowie Mashup-Germany, DJ Morgoth und Dr. Waumiau bei meinem Gastset auf der Bootie Berlin im April diesen Jahres. Ebenfalls kenne ich einen Teil der Bootie-Erfinder A+D aus San Francisco: Adrian Roberts.

Das zweite Wohnzimmer vieler Masher GYBO hat seit ein paar Tagen das Verlinken zu Mashups aufgrund eines Gerichtsurteils eingestellt, wird Mashen ‘gefährlicher’?

Ich hoffe natürlich nicht! Allerdings traue ich mir nicht zu, eine Einschätzung hierzu abzugeben. Was z.B. in Sachen GEMA derzeit abgeht, kann ich nicht nachvollziehen. Dass in unserem Land, wo alles kontrolliert wird und für jede noch so kleine Angelegenheit Gesetze geschaffen werden, eine Institution scheinbar machen kann, was sie will, ist für mich unverständlich.

Wie gehst du mit der rechtlichen Situation um Mashups um und hattest du deshalb schon einmal Schwierigkeiten?

Anfangs habe ich meine Mashups nur zum Anhören ins Netz gestellt. Ich habe mir dann eines Tages gedacht: “Solange der wohl bekannteste deutsche Mashup-Artist Mashup-Germany frei rumläuft und in den Medien dafür propagiert, kann mir auch nichts passieren!” Ist sicherlich etwas leichtfertig, weil es ja trotzdem gegen das Urheberrecht verstößt. Mashup-Germany selbst gab aber letztens ein gutes Beispiel:

Wenn Du Dir in einem Imbissladen einen Hamburger kaufst, dann z.B. die Gurke herausnimmst und das Deinen Freunden zeigst, sagt keiner was.

Bei unserer Tätigkeit ist es ähnlich. Wir nehmen von einem Song “die Gurke” – den Gesang – und packen etwas anderes dazu. Frech gesagt müssten wir eigentlich von der Musik­industrie gefördert werden. Denn ich bin mir sicher, dass jemand, der einen neuen Song in einem meiner Mashups entdeckt, sich den Song im Original kauft, wenn er ihn gut findet. Wir machen also kostenlose Werbung.

Ist die Rückmeldung zu deinen Mashups denn grundlegend positiv? Was sagen denn die Künstler?

Die Künstler denke ich sehen das überwiegend positiv. Ich habe z.B. zu meinem “Power To The People”-Mashup ein Dankesvideo von fii bekommen. Er hat es über seine Fanseite gepostet. Ähnlich erging es auch DJ Y, der ein Moby vs. Adele Mashup produziert hat. Moby hat getwittert, dass er das Mashup sogar besser fände als sein Original.

Die “ehrlichen Musiker” unter den Künstlern finden es also durchweg positiv. Problematisch wird’s nur, wenn profitinteressierte Labels oder Plattenfirmen, hier ein Paar Cent flöten gehen sehen.




Matuschke hat 2009 dein Mashup Tequila Sunrise zum Mashup des Jahres erklärt, welchen Einfluss hatte das auf deine Masher-Karriere?

Es ist ein Ansporn, immer wieder etwas Neues nachzulegen, was ähnlich begeistert! Einfach überraschen mit verrückten Ideen und Kombinationen.

Man muss vielleicht wissen, dass ich die berühmte Frage der Tanten und Onkel, die man als kleiner Bub häufig gestellt bekommt: “Was willst Du mal werden, wenn Du groß bist?”, immer mit: “Spätestens wenn ich 18 bin, gehe ich nach München und fange bei BAYERN 3 an”, beantwortet habe. Das habe ich leider bis heute nicht geschafft. Aber dass in “meinem” Sender nun “meine” Mashups laufen, ist nach wie vor immer wieder ein Highlight. Und Matuschke und sein Musikredakteur Wolfgang Kerber haben dafür gesorgt!

Wird Matuschke Ende des Jahres einen MashMike Track mit allen Top-Titeln des vergangenen Jahres spielen – so wie bei DJ Earworm und Mashup Germany?

Da bin ich mir nicht so sicher. Erstens sind diese Multi-Mashups nicht so mein Ding; ich finde das stellenweise zu anstrengend zu hören. Mir sind zwei, maximal drei Tracks lieber, eventuell noch mit ein paar Samples gewürzt.

Außerdem gibt’s ja schon zwei Kollegen, die sowas machen. Das wirkt dann eher wie ein “auf den Zug aufspringen”. Aber so hundertprozentig bin ich mir da auch nicht sicher. Sag niemals nie!

Woher kommt eigentlich die enge Bindung zu Matuschke?

Matuschke ist für mich der beste Radiomoderator, den ich bis dato gehört habe – und ich habe viele gehört. Er schafft es, so zu moderieren, dass man sich direkt angesprochen fühlt. Und eigentlich ist er es gewesen, der mich anfangs immer wieder angespornt hat.

Mein erster Mashup-Versuch war Nelly Furtado “Say It Right” mit Vanilla Ice “Ice Ice Baby”. Anfang 2008 – Matuschke war gerade wieder zu BAYERN 3 zurück gekommen – hab ich ihm die mp3-Datei kurz nach Mitternacht zu Beginn seiner Kultnacht per Mail ins Studio geschickt. Ich dachte mir zwar, dass er wahrscheinlich ohnehin nicht reinhört, aber einen Versuch war’s wert. Gegen 1:30 Uhr – ich lag bereits im Bett und hörte noch zu – sagte er onAir, dass er einen Mix von einem Hörer zugemailt bekommen habe und dass er die Hörer noch reinhören lassen würde. “Das wird doch nicht etwa mein Mix sein?” Aufgeregt stand ich noch mal auf und sah, dass der Anrufbeantworter blinkte. Und tatsächlich: Matuschke hatte mich angerufen. Unfassbar! Ich rief zurück und erwischte ihn glücklicherweise sofort. Er sagte, er würde mein Mashup gerne in Verbindung mit einem kleinen Telefonat spielen. Wir gingen dann um kurz nach 2 Uhr auf Sendung und ich war höchst nervös. Mein Radioidol spielt mein Mashup!

In den folgenden Wochen habe ich ihm dann fast jede Woche ein neues Mashup geschickt – und meistens spielte er es dann auch sofort.

In einer Kultnacht im Mai – es lief mal wieder mein damals schon legendäres “All Summer Long”-Mashup – sagte er, dass dieses Mashup ein Track von Mike Ratzek sei, der ihn übrigens nächste Woche im Studio besuchen würde. Oh Schreck! Minuten später eine kurze Mail von ihm mit der Frage, ob ich denn auch Zeit hätte und eine Woche später war ich zum ersten Mal bei der Kultnacht dabei.

Hat sich so dein Traum Bayern3 auf ungewöhnlichem Wege doch noch erfüllt?

Ja, unbedingt. Früher war der Traum, bei BAYERN 3 zu arbeiten – nun laufen dort meine Mashups. Eigentlich ist das viel mehr, als was ich damals als kleiner Junge geträumt hatte. Andererseits hoffe ich noch immer auf einen Job beim Radio – insbesondere in der Musikredaktion. Das würde mein größtes Hobby, zu meinem Beruf machen.

DJ-technisch träume ich außerdem davon, eines Tages bei einem der ganz großen OpenAir-Festivals vor einigen Tausend Menschen ein Set abfeuern zu dürfen. Ich vermute zwar, dass eine echt gute Party in weit kleinerem Kreis mehr Spaß macht – trotzdem würde ich das schon verdammt gerne machen.




Du hast mit deinen Mashups nicht nur im Radio, sondern auch schon auf der Gamescom für Furore gesorgt, Mashups verbreiten sich im Internet und dein letztes Album The Big Mash Theory sampled das Intro von ‘The Big Bang Theory’. Sind Mashups ein Teil der Nerd-Kultur?

Nein! Ich möchte das absolut verneinen. Auf meiner Facebook-Seite schaue ich gerne hin und wieder die Profile der neuen Fans an. Und das sind für mein Empfinden Leute wie Du und ich. Manchmal meint man vom Profilbild her niemals, dass diejenige Person Gefallen an Mashups finden könnte.

Wie war’s denn dieses Jahr auf der Gamescom?

Die Gamescom an sich ging komplett an mir vorbei. Ich habe letztes Jahr bei meinem ersten Engagement versucht, eine Halle zu besichtigen. Aber da ich kein Gamer bin und generell nicht so darauf stehe, von den Menschenmassen in eine bestimmte Laufrichtung mitgezogen zu werden, bin ich nach 20 Minuten wieder aus der Halle geflüchtet.

Die Party am Abend war jedoch sehr geil. Da sind ca. 3.000 Menschen am Abfeiern; sehr offen und ohne Berührungsängste, auch wenn sie ihr Lieblings­lied nicht im Original hören. Die Party startete so gegen 21 Uhr – fast ohne Anlauf – und endete gegen halb 5 Uhr morgens.

Wann gibt’s endlich die DJ MashMike Deutschlandtour moderiert von Matuschke?

Etwas Ähnliches steht tatsächlich an: ich habe von September bis November fünf Gigs in zwei verschiedenen Clubs. Dort heißt es dann “komm schon!” – Clubtunes, Mashups, Gefühle. Matuschke und sein Haus- und Hof-Mixer MashMike gemeinsam an den Turntables. Darauf freue ich mich riesig.

Mehr findest du hier: DJ Mashmike @ Facebook + @ Soundcloud


Joeysuki Emblem

Today we’re gonna have a closer look at the internationally successful Dutch producer and DJ Joeysuki. Since 2006 this guy has provided us with fresh high-quality house tunes from Amsterdam. Now, 6 years later, his tracks like ‘Dig it all (ft. Hardwell)‘ or ‘Hidden Sound‘ go around the world and so does Joeysuki himself: he has toured through South Africa, Indonesia and Europe and there’s surely more to come.

Famous DJs like Laidback Luke, Steve Aoki, Thomas Gold and many others keep supporting Joeysukis tracks and underline the reputation Joeysuki has in the international music scene.

2012 JOEYSUKI

His latest release is called ‘Kiwistick’ and is about to hit the global clubbing scene. On that occasion he also agreed to face the questions I had for him about his life and career. So there it is, a Interview with Joeysuki:

1. Maezmusic: Do you still remember your first gig? What was it like?
Joeysuki: Yes I still remember! I was nervous as hell, it was in a little cafe in my hometown with a maximum capicity of 200 persons. I had to play the whole night and was scared that I didn’t had enough music haha. At the end it was an amazing experience!

2. M: Your last release is called ‘Kiwistick’ what’s the story behind that name? And who gave you the release-cake?
J: Well here’s the short story. I had a fruitbowl with a USB stick in it but there we’re some old kiwi’s laying in there aswell which were rotten on the stick! On that stick were a few drafts of never ended projects of mine. And the stick also included the theme of Kiwistick! I got the cake of a friend of mine which helps me with my marketing, just to celebrate the succes! How nice? 

3. M: You’ve produced some tracks with Hardwell and Firebeatz, do you guys also hang out together?
J: Yes they are good friends of mine. I think it’s important that you have a strong connection with eachother to make good music!

4. M: The music you play in your DJ-sets mainly is dutch electro and similar stuff, but what kind of music do you like in private?
J: Well I listen to all kinds of music. It depends in what mood i’m in. I can listen to opera, hiphop, reggea and the list goes on, but I definatly listen to house music the most.

5. M: What is the best thing about your job?
J: Doing what I like the most, every single day!!

6. M: What would be your job if you weren’t doing what you actually do?
J: Ehm.. good one! I guess I wouldbe studying for a ‘normal’ job. I never knew what I wanted to become untill I found out about house music!

7. M: You update facebook a lot and twitter every other time, has social media become more important than playing live in order to recruit a strong fan-base?
J: I think it’s important to have a strong connection with my fanbase because they are the people who support you and make it possible for me to live like this. Via social media I get to know what they wanna hear, what they like or don’t like and sometimes I want to do something back for them. I just gave away a free download of a new bootleg of mine to show my respect and say thank you. I guess social media has become a very important thing of this business but nothing can beat a good live performance which will you will remember a life time.

8. M: What do you think about mashups – crime or cream?
J: No, it’s a great thing! You will get a diverse vision of 1 track which makes it possible for several DJ’s to play it in there sets. It’s cool to see so many people being creative!

9. M: You’ve been touring through South-Africa back in 2010, where will you go next?
J: Where my music takes me! I’ve already been back to South Africa again and also did a tour in Indonesia. That’s also a great thing about this job, you can see a lot of the world and meet a lot of new people and you never know where you’ll end up next week haha.

10. M: Finally what is you special tip for all those upcoming producers out there?
J: Keep on having faith in what you do! My opinion is that GOOD music will always find it’s way to the right spot. Sometimes it can take longer than you might hope but keep having faith and things will end good. I know it’s a hard path you have to walk on but faith will lead you to the top!

Thank you Joeysuki!  - For more visit: www.joeysuki.com

*Um das Interview nicht seinem originalen sprachlichen Rahmen zu entreißen, ist dieser Artikel ausnahmsweise in Englisch verfügbar.


Miani

Letzte Woche bin ich auf Youtube zufällig über einen Videokommentar bei Avicii – Jailbait gestolpert:

“Hey Youtubers and House Music Lovers,
Guess most of you all skip these comments, but for you who is still reading this, thanks !
I dont have any money for advertisiments, no chance of getting heard, nothing.
All that’s left is spam, sorry.
Im 17, house music? producer from Germany. Please listen to my new track on my account. You wont regret it. Give me just a chance, please.
Take half a second of your life and thumb this comment up. It will maybe change my life, for real.
Thank you, MIANI”
 

Solche Kommentare in dürftigem Englisch findet man auf Youtube immer wieder und meistens steckt auch wirklich nur spam dahinter. Das positive Rating dieses Kommentars aber hat mich dazu gebracht, mir tatsächlich anzuschauen, was sich dahinter verbirgt. Nach einem Klick auf MIANI landet man auf einem dunkelblauen Youtubechannel und das erste Video beginnt zu spielen: der Schriftzug ‘MIANI’ erscheint dazu die ersten Töne von ‘Sync’, dem neusten Track von MIANI. House. Der erste Eindruck: der kann was.

Auch die anderen Tracks des 17-jährigen Hamburgers überzeugen durch ihre Machart und ihre klare Struktur, kaum zu glauben, wenn man liest, wie kurz MIANI erst produziert. Viele weitere Details kamen in einem Interview ans Licht:

Maez: Du hast auf Youtube auf ungewöhnliche Weise Werbung für deinen Channel gemacht, wie genau sah das aus?
Miani: Da mir leider das Geld dazu fehlt, Auftritte zu geben oder meinen Channel zu Promoten, habe ich bekannte Videos kommentiert und die YouTuber dazu aufgefordert, wenigstens einmal meine Songs anzuhören, um mich zu supporten. So sind viele auf mich aufmerksam geworden und haben mich Abonniert.

Dein Channel ist bald ein Jahr alt, aber wie lange produzierst du schon?
Ich habe vor ungefähr einem Jahr angefangen Musik zu produzieren.

Du hast inzwischen über 3000 Youtube-Abonnenten, setzt dich das unter Leistungsdruck?
Ich kann es selbst noch nicht ganz glauben, dass ich soviele Abonnenten habe. Leistungsdruck würde ich das nicht nennen, da es mir ja Spaß macht Musik zu produzieren. Ich gerate nur unter Leistungsdruck, wenn ich gerade Pech habe beim Produzieren.

Wie würdest du deinen Sound beschreiben?
Schwer zu sagen. Jedes Lied drückt Emotionen aus. Meine Songs sollen gute Laune verbreiten.

Was inspiriert dich zu deiner Musik?
Einmal das Video von Tomorrowland 2011. Die ganzen Menschen dort, die Musik, alles ein Traum. Und zweitens ist es das beste House Lied “Levels” von Avicii. Mein Ziel ist es einmal ein vergleichbares Lied zu producen.

Welche DAW verwendest du? Und arbeitest du viel mit vorgefertigten Samplen und Loops?                                       Ich benutze FL Studio und verwende dort bestimmte Plugins. Mit vorgefertigten Samples arbeite ich manchmal, aber eigentlich nie mit fertigen Loops.

Was willst du mit deiner Musik erreichen?
Ich will nicht mit Musik mein großes Geld verdienen. Einfach nur Auftritte haben, die Menschen sollen zu meiner Musik tanzen und Spaß haben.

Was ist dein musikalischer Hintergrund?
Meine musikalische Erfahrung ist wirklich gleich null. Ich spiele kein einziges Instrument, das ist aber kein Hinderniss.

Du sagst, du liebst Musik, wie zeigt sich das in deinem Leben?
Ich höre Musik wenn ich zur Schule gehe, Ich höre Musik in meiner Freizeit, Ich produziere selber welche. Ohne Musik könnte ich nicht leben.

Du hast noch kein Label, wie sieht es mit Gigs aus?
Mir fehlen leider die finanziellen Mittel um mir das nötige DJ-Equipment zu kaufen. Ich spare noch daran. Aber wenn mein Equipment da ist, werde ich auf jeden Fall mit Gigs starten.

Auf Youtube nennst du Avicii, Afrojack und Tiesto als Vorbilder für deine Musik. Diese Musiker sind alle sehr bekannt, gibt es auch ein paar Geheimtipps von dir?
Bjornberg mit seinem Lied “Absolut”. Bin auf mehr von ihm gespannt.

Hörst du auch privat am meisten House?
House höre ich eigentlich am meisten. Hip-Hop und R’n'B aber auch (Drake, Ice Cube…). Es kommt immer darauf an, wie ich gerade drauf bin.
Ich bin vielseitig was Musik angeht.

Nur woher der Name MIANI kommt wurde nicht verraten…

Mehr zu MIANI gibt’s hier:

MIANI on Facebook


Aufrufe der Website

Besucher pro Tag

Auf Grund der zahlreichen positiven Rückmeldungen zu diesem Thema (20 schnelle Tips für die Websitepromotion), gibt’s heute nochmal ein paar Tipps für euch, wie man seine Website bekannt macht und seine Besucherzahlen in ansehnliche Bereiche bringt.

Grundsätzlich gilt es drei Arten von Besuchern zu unterscheiden:

  1. Stammgäste‘; also Besucher, die den Inhalt der Website regelmäßig verfolgen (bspw. aus Interesse am Thema)
  2. Gelegenheitsgäste‘; Besucher, die z.B. einem externen Link zu einem spezifischen Thema folgen, der auf die Website verweist.
  3. Zufallsgäste‘; Besucher, die beim Stöbern durchs Internet oder beim Googlen zufällig auf die Website gelenkt werden.
Wird eine Zeit lang kein neues Material auf einer Website veröffentlicht, nimmt der Anteil der Zufallsgäste normalerweise zu, während die Gesamtzahl der Besucher abnimmt. Besonders besucherreiche Tage sind meist diejenigen, an denen neue Posts veröffentlicht werden oder eine neue externe Referenz geschaffen wird; diese Effekte wirken zumeist aber nur sehr kurzfristig, erhöhen in geringem Maße langfristig aber auch die Zahl an Besuchern aller drei Gruppen.

Wenn man zielgerichtet mehr Traffic erreichen möchte, sollte man sich fragen, welches dieser Klientele man bedienen möchte. Während Zufallsgäste vor allem durch Werbung und Einträge in Verzeichnissen sowie Suchmaschinen zu erreichen sind, können Stamm- und Gelegenheitsgäste durch bestimmte Taktiken relativ einfach angezogen werden.

Um eine große Menge an Stammgästen zu rekrutieren, ist es nötig, regelmäßig Posts zu einem bestimmten Themengebiet zu verfassen. Genau wegen dieser Posts kommen die Leser nämlich immer wieder, entsprechend qualitativ hochwertig sollten sie sein. Über einen Newsletter, Facebook oder RSS-Feed  kann man seine Leser außerdem immer wieder auf neue Beiträge hinweisen. – Am Ball bleiben!

Gelegenheitsgäste, die einem häufig einmalige Besucherströme verschaffen können, sind am einfachsten über prägnante News, Allerweltsthemen oder einfach das gezielte Platzieren neuer Posts anzusprechen. Hier kommt es sehr stark darauf an, neue Beiträge richtig in Szene zu setzen und breitestmöglich auf neue Posts hinzuweisen, die eurer Meinung nach lesenswert sind.

Der effektivste (und sicherlich aufwändigste) Weg ist alle drei Besuchergruppen anzusprechen. Gerade in den Anfangstagen einer Website sollte man sich meiner Meinung nach aber auf Gelegenheitsgäste konzentrieren, um überhaupt eine gewisse Bekanntheit im Netz zu gewinnen. Nicht vergessen, jeder fängt klein an. Gebt der Welt ein bisschen Zeit eure Website zu entdecken!