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Schnell vergisst man, dass hinter einem großartigen Mashup auch immer ein hart arbeitender Produzent steht. Derjenige Mensch also, dem die Idee kam, genau diese Tunes zu vermixen und sich dann intensiv mit diesem Mix auseinander gesetzt hat. Einer dieser Produzenten wirft seit Jahren sehr erfolgreich von Wien aus mit brandheißen Mashups um sich: DJ Schmolli.
Verschiedenste Musikstile werden von dem Österreicher bereits seit der Jahrtausendwende unter einen Hut gepackt und so passiert es immer wieder, dass sich Phil Collins und Kraftwerk oder auch Rihanna und Skero in einem seiner einzigartigen Tracks treffen. Im Internet und in der Szene hat er sich schon lange einen Namen gemacht und seit September ist er jetzt auch einer der Hosts der neuen Bootie Vienna Partyreihe in der Pratersauna.
Auch als Remixer hat sich inzwischen beachtenswerter Erfolg eingestellt, mit diesem dubstepartigen Seether Remix schaffte er es diesen Sommer unter die Top 2 des entsprechenden Contests und damit auf die Seether Homepage:
Letzte Woche ergab sich die Chance zu einem kleinen Interview mit DJ Schmolli:
Maez: Was war dein erster Kontakt mit der Mashup-Szene und wie bist du dazu gekommen, eigene Mashups zu produzieren?
DJ Schmolli: Mein erstes Mashup hab ich im Jahr 2000 produziert, also vor der ersten Bastard Pop Schwemme aus den UK. Ich hatte mal eines im Radio gehört und dachte mir „Das kann ich auch“. Ich war zu diesem Zeitpunkt ja schon jahrelang Musiker und hab auch ein wenig produziert. Gesagt, getan, allerdings hab ich mich nach ein paar Produktionen danach wieder anderen musikalischen Gefilden gewidmet und dann erst im Jahr 2005 wieder mit Mashups weitergemacht, seit diesem Zeitpunkt aber intensiv und kontinuierlich.
M: Vor einigen Jahren haben viele Leute das Ende der “Mashup-Ära” angekündigt, heute gehört es fast schon zum guten Ton, dass DJs eigene Bootlegs produzieren. Mashen ist zum Volkssport geworden, es gibt unzählige Produzenten und Fans; kurz, Mashups sind auf einem guten Wege zum Mainstream zu werden. Wie bewertest du diese Entwicklung?
DJ Schmolli: Nun, auch ich sehe ein deutliches Drängen in Richtung Mainstream, vielerorts gibt es schon regelmäßige Mashup Partys die auch schon mal an die 1000 Besucher anziehen können. Allerdings denke ich nicht, dass der Mainstream jemals zur Gänze erreicht wird. Dazu ist die rechtliche Voraussetzung einfach nicht gegeben und es kommt wirklich sehr selten vor, dass ein Mashup auch offiziell veröffentlicht und somit vermarktet wird. Positiv ist allerdings die mittlerweile gute Akzeptanz, viele Künstler bzw. deren Labels nützen vermehrt Mashups als Gratisgimmick für Fans und in weiterer Folge praktisch als Promotionmittel.
M: Die rechtliche Situation rund ums Mashen ist schwierig. Hast du schon einmal schlechte Erfahrungen gemacht? Wie ist dein Verhältnis zu Künstlern und Labels?
DJ Schmolli: Bis auf die Tatsache, dass Youtube gelegentlich meine Videos blockiert, hab ich noch nicht wirklich schlechte Erfahrungen gemacht. Im Gegenteil, oft twittern/facebooken Künstler, die ich gemasht habe, meine Mixe. Vor allem die kleineren Labels unterstützen ihre Künstler auch durch Mashups und verteilen somit Acapellas oder
Studiospuren im Netz.
M: Du hast vor kurzem sehr erfolgreich am Seether Remix Contest teilgenommen, würdest du dich in Zukunft gerne aufs offizielle Remixen konzentrieren?
DJ Schmolli: Ich mach zwischendurch immer mal gern Remixe; allerdings stellen diese natürlich einen wesentlich höheren Aufwand in der Produktion dar. Somit wäre die Formulierung sich darauf zu „konzentrieren“ vielleicht nicht richtig, ich streue Remixe auch in Zukunft gelegentlich mal ein.
M: Woher kommt dein Wissen über Musikproduktion?
DJ Schmolli: Ich bin jahrelanger Musiker (Gitarre) und habe in verschiedensten Bands gespielt. Nebenbei hab ich mich auch schon immer für Musikproduktion interessiert. Allerdings hab ich mir mein Wissen selbst angeeignet und habe nie Schulen oder Kurse dafür besucht.
M: Wie sieht dein Workflow von der Idee zum fertigen Mashup aus?
DJ Schmolli: Oft ist es ja schon mal nicht so einfach überhaupt auf die Idee zu kommen, doch ist diese mal da, sieht die Sache wie folgt aus: Ich starte meine Audio Software Sony Acid Pro und lege Spuren mit all den Tracks und Samples an, die ich gerne verwenden möchte. Natürlich müssen die Tempi der individuellen Tracks angeglichen werden und gelegentlich auch die Tonhöhe. Für mich als Musiker und speziell auch Songschreiber ist eine klare Struktur innerhalb eines Mashups mindestens genauso wichtig wie die gute Produktion selbst. Folglich werden als erstes wie bei einem Puzzle die Randteile gelegt, in meinem Fall halt der Rahmen für das ganze Mashup. Strophen und Refrainteile werden gesucht und es wird alles einmal in Form gemacht. Ist das erledigt, render ich ein Demo und dann gibt’s zwei Möglichkeiten, entweder ich mache das Mash gleich fertig oder es kommt vorerst in einen Ordner für spätere Fertigstellung. Bei erster Option werden dann halt noch Details in der Produktion verbessert, Effekte hinzugefügt und am Ende wird das Ganze gemastert und auf verschiedenen Soundanlagen auf Herz und Nieren geprüft.
M: Was tust du als erstes nachdem du ein neues Mashup produziert hast?
DJ Schmolli: Also wenn ein Mashup komplett fertig ist, dann mach ich wohl als erstes ein Artwork und mittlerweile meistens auch ein Video dazu. Ein Artwork ist wichtig für die Blogs, die das Mash posten und ohne Youtube Video geht’s halt auch nicht so ganz.