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Dubstep produzieren? Kein Problem, Hooky gibt in diesem Video-Tutorial tiefe Einblicke in sein Studio und führt die elementaren Techniken vor, die man beherrschen muss, um massentaugliche Dubstep Tracks zu erstellen. Viel Spaß!


Pegel und Mixing:

Das Arrangement ist jetzt abgeschlossen, nun geht es darum, noch etwas am Klang des Mashups zu feilen. Schon vorher wurde der Bassanteil einer Spur stark reduziert, um matschige Klänge zu vermeiden. An Stellen, an denen sich zwei laute Abschnitte der vermixten Songs überlagern, klingt das Ergebnis aber trotzdem noch nicht sauber. Das liegt daran, dass die einzelnen Spuren zu laut sind und der Finalmix deshalb “übersteuert”. Reaper zeigt das damit an, dass der Pegel in den roten Bereich aussschlägt:

übersteuernde Signale in REaper

die roten Pegel signalisieren ein Übersteuern, sowohl auf Spur 1 als auch im Master

Um diesem Problem zu begegnen, wird die Lautstärke der einzelnen Spuren und des Mastermixes reduziert. So übersteuert das Signal nicht mehr und im Mix hört man kein Knacken mehr.

normale Pegel in Reaper

Kein Signal übersteuert mehr

Natürlich reduzieren solche Eingriffe die Homogenität und Gesamtlautstärke des Mixes. Diesem Problem tritt man mit einem Masterlimiter entgegen. Der Masterlimiter reduziert besonders laute Stellen im Mix und macht leise Stellen lauter, um so letztendlich die Gesamtlautstärke anheben zu können. Dieser Eingriff hat nicht zu unterschätzende Auswirkungen auf die Dynamik des Songs, sollte also mit Bedacht eingesetzt werden und mit den verfügbaren Parametern spielen. Es ergibt sich ein gleichmäßig lautes Signal:

Reaper Masterlimiter

Der Masterlimiter sorgt für die nötige Lautstärke

Natürlich handelt es sich hierbei nicht um ein vollständiges oder vollwertiges Mastering, aber das würde hier zu weit führen. Der Track ist, so wie er ist, auf jeden Fall präsentabel. Done! Und so klingt Numb Love Game.

Zurück zu Teil Drei: Effekte und Gesamtarrangement


Effekte und Gesamtarrangement:

Häufig entsprechen die Bausteine, die man für ein Mashup verwenden will, den eigenen Vorstellungen bereits großteilig. In manchen Fällen allerdings müssen einzelne Samples noch bearbeitet werden, bevor sie wirklich einsatzbereit sind. Um Senta vermixen zu können, war es beispielsweise nötig, den Bassbereich des Tracks herauszufiltern, da er sich mit dem Beat des Numb/Encore Instrumentals ungünstig kombinierte. Ein entsprechender Effekt sorgt für Abhilfe:

EQ in Reaper

EQ-Effekteinheit in Reaper

Wenn schließlich alle Loops und Samples entsprechend bearbeitet sind, geht es daran, im Detail das Arangement des Mashups auszuarbeiten und die einzelnen Ideen zu einem “Gesamtwerk” zu verbinden – ein langer Prozess, an dessen Ende schließlich das Mashup steht:

"Numb Love Game" Arrangement in Reaper

Das Gesamtarrangement von "Numb Love Game"

Der Größte Teil der Arbeit ist damit geschafft, aber es gibt noch etwas zu tun…

Weiter mit Teil Vier: “Mixing und Pegel”

Zurück zu Teil Zwei: “Arranging in Reaper”


Arranging in Reaper:

Nach weiterem Experimentieren mit Senta, Numb/Encore und Love Game fand sich das Grundgerüst des Mashups: das Numb/Encore Instrumental als Fundament, darüber das Love Game Acapella und dazu ein paar Senta Samples. Dazu werden alle Tracks auf die gleiche Geschwindigkeit gebracht und in einer eigenen Spur angelegt (eine Pitch-Korrektur war nicht nötig).

Reaper Setup für Numb Love Game

Das Setup vom Numb Love Game Mashup in Reaper

Anschließend werden die einzelnen Tracks geschnitten, sodass Loops und Samples entstehen, mit denen man dann arbeiten kann. Beispielsweise werden Samples von Lady Gagas Love Game (die charakteristischen “Hey”-Shouts) an passenden Stellen im Song eingestreut, um das Numb/Encore Intro, sowie das gesamte Instrumental aufzulockern:

Positionierung der Lady Gaga Samples in Reaper

Lady Gaga Samples im Arrangement

Weiter mit Teil Drei: “Effekte und Gesamtarrangement”

Zurück zu Teil Eins: “Die Idee”


Wie ist das Numb Love Game Mashup entstanden?

Woher die Idee zu Numb Love Game?

Bei einem Live-Einsatz vor einiger Zeit ergab sich (zufällig) der Versuch, das Instrumental von Numb/Encore mit dem Moombahton Mix von Senta zu vermixen. Der Mix funktionierte auf Anhieb sehr gut, bot viele Möglichkeiten und erzeugte interessante neue Momente. Insbesondere mit den ersten Takten von Numb/Encore ließen sich immer wieder tolle Sachen anstellen. Seit diesem Zeitpunkt hat er sich daher in meinen Sets etabliert. Anlass für ein Mashup war das für mich allerdings noch nicht. Denn es erscheint mir grundsätzlich besser, solch einfache Mashes immer wieder “on the fly” zu mixen, sodass jedes Mal etwas Neues entstehen kann.

Traktor im Einsatz.Der Mix in Traktor.

Als ich diesen Mix wieder einmal mit Numb/Encore eröffnete, um kurz darauf Senta zu droppen, entschied ich mich spontan, auszuprobieren, was wohl passieren würde, wenn man über das ganze noch ein Acapella legen würde – Lady Gagas Love Game lachte mich an. Obwohl dieses Experiment gut ankam und sich der Sound schön entwickelte, passte der Spannungsverlauf des Studio-Acapellas irgendwann nicht mehr zum restlichen Mix.  Die Kombination gefiel mir zwar generell, allerdings wollte ich die Vitalität des Mixes nicht dem Spannungsverlauf eines “dahergelaufenen” Acapellas opfern; also entschied ich mich, den Mix in Zukunft wieder ohne zusätzliche Vocals zu performen und stattdessen ein gesondertes Mashup anzulegen…

nächste Woche weiter mit Teil zwei: “Arranging in Reaper”


Die MashUp Szene wächst und wächst; jeden Tag erblicken tolle Neukreationen das Licht der Welt und so mancher fragt sich, wie das eigentlich geht, so ein MashUp. Was machen BenStilller, PartyBen, WhitePanda und Co da überhaupt genau?

Das Grundprinzip ist ganz einfach: Altes Kombinieren, um Neues zu schaffen. Recycling.

Was dabei herauskommen kann, ist bisweilen wirklich erstaunlich, gelegentlich sogar besser als die ursprünglichen Quellen und manchmal mit den Originalen gar nicht mehr zu vergleichen. Es gibt viele Wege – die übrigens jedem offen stehen – so ein MashUp zu erschaffen. Grobes Basiswissen über die Bedienung einer DAW (digital audio workstation), sowie über Songstrukturen sind zwar beides Begeleiter, die einem diese Wege einfacher machen, aber sie sind keine Voraussetzung, loslegen zu können. Mit den technischen Details will ich mich deshalb auch nicht befassen. Wer also ein Pragmatiker-Tutorial zum Erstellen von MashUps erwartet, den muss ich an dieser Stelle enttäuschen; das gibts nämlich hier.

Alles beginnt mit einer (kurzen) Idee: einem “hmm, das klingt doch wie…”, einem “daraus kann man doch mehr machen”, einem “schade, der Gesang verhunzt das tolle Lied”, einem “das sollte mal jemand machen” oder einfach nur mit einem “hey, das passt zusammen”. Diese Idee kann sich um ein paar ausgewählte Lieder drehen, aber auch um ein Thema wie Liebe; einen Zeitraum (z.B. ein BestOf2011) oder einfach nur um diesen einen unfassbar tollen, neuen Klang.

Hat man den/die Songs gefunden, die das Grundgerüst für das MashUp bilden sollen, fängt man an mit ihnen zu experimentieren, spielt sie nacheinander, übereinander, rückwärts, vorwärts, sucht interessante Stellen, Stellen, die man mag, Stellen, die man nicht mag und versucht die Machart (Dynamik, Rhythmik etc.) der Ausgangssongs zu verstehen. Meist stolpert man dabei über eine Stimmung oder einen oder mehrere Sounds, die man unbedingt im MashUp verwenden möchte. Das ist der Ausgangspunkt für das restliche Arrangement.

Es ergeben sich nun mehrere Fragen: Wie gestalte ich mein MashUp rund um diesen Sound? Wie positioniere ich den Sound im Arrangement? Klingt er morgen früh immer noch so gut wie heute? Welche Bestandteile eignen sich außerdem, um den Mix “smooth” zu machen?

Wenn du diese Fragen beantworten kannst, dann steht dir nichts mehr Im Wege, dein MashUp zu vollenden. Für alle, die sich diese Fragen nicht alle beantworten können, ein paar Tipps aus eigener Erfahrung:

  • Man sagt nicht umsonst “Gut Ding will Weile haben”; mit der Zeit kommen auch neue Ideen. Manchmal hilft es, ein Projekt einfach mal ein paar Tage ruhen zu lassen. Es gibt keinen Termindruck für dein persönliches MashUp!
  • Vier Ohren hören mehr als zwei.
  • Überlege, was dir an anderen MashUps gefällt und ob es sich in deinem Arrangement wiederfinden ließe.
  • Es gibt keine unumstößlichen Regeln, erlaubt ist, was gut klingt!
  • Ausprobieren! Egal, wie verrückt der Gedanke vorher scheint!

Ist das MashUp schließlich grob angelegt, ist es ratsam, sich ein paar fremde Meinungen einzuholen; unsere Ohren gewöhnen sich schnell an “unsaubere” Klänge, sodass uns diese vielleicht gar nicht mehr auffallen. Am Ende zählt, dass du selbst mit deinem Tune zufrieden bist. Zurücklehnen und genießen! – Und genau das tun all die “Großen” am Ende auch ;-)


Wer sich schon immer mal gefragt hat, was eigentlich alles hinter so einem MashUp steckt und was es braucht, um sich auch einmal selbst daran zu versuchen, dem kann ich die folgenden Links empfehlen:

Was ist ein Mashup?

Mashups für Einsteiger

Wie man es macht…

Mashups mit Ableton Live

Mashups mit Ableton Live die zweite

Musik Produktion Tutorials

Simple Mashups live performen

Was man braucht:

  • eine Idee
  • Musik
  • eine Musiksoftware (DAW), z.B. Logic, Reaper, Acid etc.