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Joeysuki Emblem

Today we’re gonna have a closer look at the internationally successful Dutch producer and DJ Joeysuki. Since 2006 this guy has provided us with fresh high-quality house tunes from Amsterdam. Now, 6 years later, his tracks like ‘Dig it all (ft. Hardwell)‘ or ‘Hidden Sound‘ go around the world and so does Joeysuki himself: he has toured through South Africa, Indonesia and Europe and there’s surely more to come.

Famous DJs like Laidback Luke, Steve Aoki, Thomas Gold and many others keep supporting Joeysukis tracks and underline the reputation Joeysuki has in the international music scene.

2012 JOEYSUKI

His latest release is called ‘Kiwistick’ and is about to hit the global clubbing scene. On that occasion he also agreed to face the questions I had for him about his life and career. So there it is, a Interview with Joeysuki:

1. Maezmusic: Do you still remember your first gig? What was it like?
Joeysuki: Yes I still remember! I was nervous as hell, it was in a little cafe in my hometown with a maximum capicity of 200 persons. I had to play the whole night and was scared that I didn’t had enough music haha. At the end it was an amazing experience!

2. M: Your last release is called ‘Kiwistick’ what’s the story behind that name? And who gave you the release-cake?
J: Well here’s the short story. I had a fruitbowl with a USB stick in it but there we’re some old kiwi’s laying in there aswell which were rotten on the stick! On that stick were a few drafts of never ended projects of mine. And the stick also included the theme of Kiwistick! I got the cake of a friend of mine which helps me with my marketing, just to celebrate the succes! How nice? 

3. M: You’ve produced some tracks with Hardwell and Firebeatz, do you guys also hang out together?
J: Yes they are good friends of mine. I think it’s important that you have a strong connection with eachother to make good music!

4. M: The music you play in your DJ-sets mainly is dutch electro and similar stuff, but what kind of music do you like in private?
J: Well I listen to all kinds of music. It depends in what mood i’m in. I can listen to opera, hiphop, reggea and the list goes on, but I definatly listen to house music the most.

5. M: What is the best thing about your job?
J: Doing what I like the most, every single day!!

6. M: What would be your job if you weren’t doing what you actually do?
J: Ehm.. good one! I guess I wouldbe studying for a ‘normal’ job. I never knew what I wanted to become untill I found out about house music!

7. M: You update facebook a lot and twitter every other time, has social media become more important than playing live in order to recruit a strong fan-base?
J: I think it’s important to have a strong connection with my fanbase because they are the people who support you and make it possible for me to live like this. Via social media I get to know what they wanna hear, what they like or don’t like and sometimes I want to do something back for them. I just gave away a free download of a new bootleg of mine to show my respect and say thank you. I guess social media has become a very important thing of this business but nothing can beat a good live performance which will you will remember a life time.

8. M: What do you think about mashups – crime or cream?
J: No, it’s a great thing! You will get a diverse vision of 1 track which makes it possible for several DJ’s to play it in there sets. It’s cool to see so many people being creative!

9. M: You’ve been touring through South-Africa back in 2010, where will you go next?
J: Where my music takes me! I’ve already been back to South Africa again and also did a tour in Indonesia. That’s also a great thing about this job, you can see a lot of the world and meet a lot of new people and you never know where you’ll end up next week haha.

10. M: Finally what is you special tip for all those upcoming producers out there?
J: Keep on having faith in what you do! My opinion is that GOOD music will always find it’s way to the right spot. Sometimes it can take longer than you might hope but keep having faith and things will end good. I know it’s a hard path you have to walk on but faith will lead you to the top!

Thank you Joeysuki!  - For more visit: www.joeysuki.com

*Um das Interview nicht seinem originalen sprachlichen Rahmen zu entreißen, ist dieser Artikel ausnahmsweise in Englisch verfügbar.


Miani

Letzte Woche bin ich auf Youtube zufällig über einen Videokommentar bei Avicii – Jailbait gestolpert:

“Hey Youtubers and House Music Lovers,
Guess most of you all skip these comments, but for you who is still reading this, thanks !
I dont have any money for advertisiments, no chance of getting heard, nothing.
All that’s left is spam, sorry.
Im 17, house music? producer from Germany. Please listen to my new track on my account. You wont regret it. Give me just a chance, please.
Take half a second of your life and thumb this comment up. It will maybe change my life, for real.
Thank you, MIANI”
 

Solche Kommentare in dürftigem Englisch findet man auf Youtube immer wieder und meistens steckt auch wirklich nur spam dahinter. Das positive Rating dieses Kommentars aber hat mich dazu gebracht, mir tatsächlich anzuschauen, was sich dahinter verbirgt. Nach einem Klick auf MIANI landet man auf einem dunkelblauen Youtubechannel und das erste Video beginnt zu spielen: der Schriftzug ‘MIANI’ erscheint dazu die ersten Töne von ‘Sync’, dem neusten Track von MIANI. House. Der erste Eindruck: der kann was.

Auch die anderen Tracks des 17-jährigen Hamburgers überzeugen durch ihre Machart und ihre klare Struktur, kaum zu glauben, wenn man liest, wie kurz MIANI erst produziert. Viele weitere Details kamen in einem Interview ans Licht:

Maez: Du hast auf Youtube auf ungewöhnliche Weise Werbung für deinen Channel gemacht, wie genau sah das aus?
Miani: Da mir leider das Geld dazu fehlt, Auftritte zu geben oder meinen Channel zu Promoten, habe ich bekannte Videos kommentiert und die YouTuber dazu aufgefordert, wenigstens einmal meine Songs anzuhören, um mich zu supporten. So sind viele auf mich aufmerksam geworden und haben mich Abonniert.

Dein Channel ist bald ein Jahr alt, aber wie lange produzierst du schon?
Ich habe vor ungefähr einem Jahr angefangen Musik zu produzieren.

Du hast inzwischen über 3000 Youtube-Abonnenten, setzt dich das unter Leistungsdruck?
Ich kann es selbst noch nicht ganz glauben, dass ich soviele Abonnenten habe. Leistungsdruck würde ich das nicht nennen, da es mir ja Spaß macht Musik zu produzieren. Ich gerate nur unter Leistungsdruck, wenn ich gerade Pech habe beim Produzieren.

Wie würdest du deinen Sound beschreiben?
Schwer zu sagen. Jedes Lied drückt Emotionen aus. Meine Songs sollen gute Laune verbreiten.

Was inspiriert dich zu deiner Musik?
Einmal das Video von Tomorrowland 2011. Die ganzen Menschen dort, die Musik, alles ein Traum. Und zweitens ist es das beste House Lied “Levels” von Avicii. Mein Ziel ist es einmal ein vergleichbares Lied zu producen.

Welche DAW verwendest du? Und arbeitest du viel mit vorgefertigten Samplen und Loops?                                       Ich benutze FL Studio und verwende dort bestimmte Plugins. Mit vorgefertigten Samples arbeite ich manchmal, aber eigentlich nie mit fertigen Loops.

Was willst du mit deiner Musik erreichen?
Ich will nicht mit Musik mein großes Geld verdienen. Einfach nur Auftritte haben, die Menschen sollen zu meiner Musik tanzen und Spaß haben.

Was ist dein musikalischer Hintergrund?
Meine musikalische Erfahrung ist wirklich gleich null. Ich spiele kein einziges Instrument, das ist aber kein Hinderniss.

Du sagst, du liebst Musik, wie zeigt sich das in deinem Leben?
Ich höre Musik wenn ich zur Schule gehe, Ich höre Musik in meiner Freizeit, Ich produziere selber welche. Ohne Musik könnte ich nicht leben.

Du hast noch kein Label, wie sieht es mit Gigs aus?
Mir fehlen leider die finanziellen Mittel um mir das nötige DJ-Equipment zu kaufen. Ich spare noch daran. Aber wenn mein Equipment da ist, werde ich auf jeden Fall mit Gigs starten.

Auf Youtube nennst du Avicii, Afrojack und Tiesto als Vorbilder für deine Musik. Diese Musiker sind alle sehr bekannt, gibt es auch ein paar Geheimtipps von dir?
Bjornberg mit seinem Lied “Absolut”. Bin auf mehr von ihm gespannt.

Hörst du auch privat am meisten House?
House höre ich eigentlich am meisten. Hip-Hop und R’n'B aber auch (Drake, Ice Cube…). Es kommt immer darauf an, wie ich gerade drauf bin.
Ich bin vielseitig was Musik angeht.

Nur woher der Name MIANI kommt wurde nicht verraten…

Mehr zu MIANI gibt’s hier:

MIANI on Facebook


Tübingen Neckarfront

Tübingen ist wie der fast vergessene Vorort einer Großstadt, über den man ab und zu mal in der Zeitung liest; wie das gemütliche Sofa, welches bei einem Umzug zu aller erst in den kargen Raum transportiert wird; wie ein Stück Zeitgeschichte aus den 60ern gepaart mit futuristischen Ambitionen in der Medizin und Wissenschaft; wie Strobolicht zu Jazzmusik – Tübingen ist mein Zuhause!”  

     Teee von Lingua Loca

Teee von den Tübinger Organic Hip-Hop Lokalmatadoren Lingua Loca ist nicht der erste, der versucht, den Vorzügen der beschaulichen Neckarstadt mit wohlgesetzten Worten Tribut zu zollen. Schon in einem alten Tübinger Volkslied wird die Stadt mit den wohl schönsten Hügeln Baden-Württembergs ausgiebig diskutiert und auch so manche Popmusik Trendsetter haben sich schon voll des Lobes in die Hölderlinstadt verirrt – Man merkt schon, die Tübinger sind ein musikalisches Völkchen. Kein Wunder also, dass in diesem Umfeld Ideen geboren, Lieder geschrieben und Tracks vermixt werden.

Beim Erkunden der Tübinger Musik- und Clubwelt macht man sich entweder auf Partykel.info auf die Suche nach passenden Events und telefoniert ein paar Freunde ab; oder aber man steht auf der anderen Seite des Pults und sucht nachmittags die Kabel zusammen, die man für den Gig am Abend braucht. So oder so, Spaß macht beides. Ein paar Locations und Events sind mir dabei besonders ans Herz gewachsen und so habe ich mich aufgemacht, die Macher der besten Tübinger Nächte einzufangen.

Zuallererst: Danke Mancuso, du bist wohl nicht totzukriegen (sieht man sich wieder?)!

Zu selten aber geliebt: Die Nächte im SchloßCafé mit Las Bubamaras. Wer sich hier nicht bewegt, ist selbst schuld. Breaks, Balkanpop, Hip-Hop, Ska, Reggae und noch so manches mehr bringen die zwei Mädels aus Karlsruhe mit nach Tübingen und lassen den Schloßberg erbeben.

Las Bubamaras:

“Oberstes Ziel von unseren Bubamara Beats-Partys ist es, die Leute glücklich und tanzend zu sehen. Hierfür mischen wir eine wilde und abwechslungsreiche Musik aus Balkan – Mestizo – Ska – ElectroSwing – Hip Hop – Reggae und Elektro zusammen. Tübingen ist für uns unser erstes zu Hause und das SchloßCafé unser zweites.”

Las Bubamaras from Lefois on Vimeo.

Immer wieder gerne: Vollmondtanz im Sudhaus mit DJ Jens. Musikalische Reise mit Abstechern in die Vergangenheit gefällig? Ohja. Swing, Rock’n'Roll, Oldies, Klassiker aus den letzten Jahrzehnten und dazu natürlich das beste von heute. Dazu immer volles Haus und gute Stimmung. I like.

DJ Jens über ‘die Szene’:

“Tübingen als Szenestadt? Hui! Ich glaube fast jeder, der sich als ”Szenemensch” sieht, wird Tübingen dies absprechen. Zu unrecht, denke ich. Klar sind die Stadt, Ihre Locations und auch die Parties überschaubar. Aber es passiert doch immer wieder etwas Neues, und es bleibt dabei meistens schön entspannt. Was zeichnet eine Szene aus? Hippe Menschen, die rastlos zu hippen Events rennen? Und dabei Individualität und Kreativität vermissen lassen?

Natürlich mag Tübingen etwas verschrobener sein, als manch andere Stadt. Aber für mich zeichnet sich Tübingen genau dafür aus: jeder kann sein Plätzchen finden und dort sein Ding drehen. Genau diese entspannte Stimmung hoffe ich auf meinen Parties rüberbringen zu können. Da ich das in Tübingen nun schon seit ein paar Jährchen mache, denke ich, dass das meistens auch ganz gut klappt.”

Elektronisches gibt’s in Tübingen natürlich auch, seis irgendwo mit Tanzwut auf dem Programm oder mit wechselnden Acts im Club 27. Der Techno-Fanatiker kommt auf seine Kosten.

Ehemaliger Barkeeper Club 27: „Sehr nette Kollegen und tolle Stimmung, hab mich da gleich wohlgefühlt [...]. Ich hab dort fast jedes Wochenende gearbeitet und hatte mein Spass vor allem, weil eigentlich fast immer gute Musik gespielt wurde: Techno [...].“

Last but not least: DJ Run iniQ von Not Your Average Disco Shit (N.Y.A.D.S.) im Blauen Turm, besonders gern besucht von Horden von Studenten an beinah jedem Donnerstag im Jahr. Breaks, Turntablism, Funk, Cuts, Scratches und alles was irgendwie anders ist oder sein will, steht hier auf der Agenda.

Run iniQ:

“Tübingen ist für mich teilweise ein unberechenbares Pflaster. Prüfungen, Semesterferien und (unangekündigte) studentische Veranstaltungen sorgen stets für unterschiedliches Publikum. Die Mischung aus Stammpublikum und anderen Gästen variiert permanent.

Dennoch oder gerade deshalb ist es immer wieder cool hier aufzulegen und zu feiern, auch weil die “Szene” überschaubar ist und man sich untereinander kennt. Man trifft in den wenigen Locations stets bekannte Gesichter. Es macht Spaß, DJs quer durch die Genres bei ihren Gigs zu besuchen – so lange man offen und interessiert ist. Man bekommt es schließlich auch zurück! Tübingen hat für jeden Geschmack gute Leute hinter den Plattentellern.

Technik vereint mit guter Musik ist das, was unsere NYADS-Parties ausmacht. Das zeigt auch, dass es sich nicht lohnt, einen DJ durch eine Playlist zu ersetzen.”

Für mich ist mit all dem jetzt fürs erste aber Schluss, es wird Zeit für etwas Neues: Bye bye Tübingen. Danke für das, was du mir gegeben und genommen hast, es war schön mit dir. Komm mich mal besuchen. Ich vergess dich nicht.

Mein Revier heißt ab jetzt Rhein-Neckar-Delta: Mannheim, Karlsruhe, Heidelberg. Und im Delta geht so einiges. Interviews mit Künstlergrößen wie Shantel, 20er Jahre Parties, jede Menge Locations und natürlich auch viele neue Gesichter. Cris Cosmo („In Mannheim weint man zweimal: einmal wenn man kommt und einmal wenn man geht“), Silke Hauck, Electric Balkan Jazz Club und wie sie alle heißen.

Aus Partykel wird Schneckenhof.de, aus etablierten Abläufen ein Neuanfang, tja, nur die Mashups bleiben Mashups. Danke für eure Unterstützung, danke für 2011 und alles Gute für die nächsten 365!

Danke!


Quality-controlled Mashups – DJ Schmolli

DJ Schmolli Avatar

Schnell vergisst man, dass hinter einem großartigen Mashup auch immer ein hart arbeitender Produzent steht. Derjenige Mensch also, dem die Idee kam, genau diese Tunes zu vermixen und sich dann intensiv mit diesem Mix auseinander gesetzt hat. Einer dieser Produzenten wirft seit Jahren sehr erfolgreich von Wien aus mit brandheißen Mashups um sich: DJ Schmolli.

Verschiedenste Musikstile werden von dem Österreicher bereits seit der Jahrtausendwende unter einen Hut gepackt und so passiert es immer wieder, dass sich Phil Collins und Kraftwerk oder auch Rihanna und Skero in einem seiner einzigartigen Tracks treffen. Im Internet und in der Szene hat er sich schon lange einen Namen gemacht und seit September ist er jetzt auch einer der Hosts der neuen Bootie Vienna Partyreihe in der Pratersauna.

Auch als Remixer hat sich inzwischen beachtenswerter Erfolg eingestellt, mit diesem dubstepartigen Seether Remix schaffte er es diesen Sommer unter die Top 2 des entsprechenden Contests und damit auf die Seether Homepage:

Letzte Woche ergab sich die Chance zu einem kleinen Interview mit DJ Schmolli:

Maez: Was war dein erster Kontakt mit der Mashup-Szene und wie bist du dazu gekommen, eigene Mashups zu
produzieren?

DJ Schmolli: Mein erstes Mashup hab ich im Jahr 2000 produziert, also vor der ersten Bastard Pop Schwemme aus den UK. Ich hatte mal eines im Radio gehört und dachte mir „Das kann ich auch“. Ich war zu diesem Zeitpunkt ja schon jahrelang Musiker und hab auch ein wenig produziert. Gesagt, getan, allerdings hab ich mich nach ein paar Produktionen danach wieder anderen musikalischen Gefilden gewidmet und dann erst im Jahr 2005 wieder mit Mashups weitergemacht, seit diesem Zeitpunkt aber intensiv und kontinuierlich.

M: Vor einigen Jahren haben viele Leute das Ende der “Mashup-Ära” angekündigt, heute gehört es fast schon
zum guten Ton, dass DJs eigene Bootlegs produzieren. Mashen ist zum Volkssport geworden, es gibt unzählige
Produzenten und Fans; kurz, Mashups sind auf einem guten Wege zum Mainstream zu werden. Wie bewertest
du diese Entwicklung?

DJ Schmolli: Nun, auch ich sehe ein deutliches Drängen in Richtung Mainstream, vielerorts gibt es schon regelmäßige Mashup Partys die auch schon mal an die 1000 Besucher anziehen können. Allerdings denke ich nicht, dass der Mainstream jemals zur Gänze erreicht wird. Dazu ist die rechtliche Voraussetzung einfach nicht gegeben und es kommt wirklich sehr selten vor, dass ein Mashup auch offiziell veröffentlicht und somit vermarktet wird. Positiv ist allerdings die mittlerweile gute Akzeptanz, viele Künstler bzw. deren Labels nützen vermehrt Mashups als Gratisgimmick für Fans und in weiterer Folge praktisch als Promotionmittel.

M: Die rechtliche Situation rund ums Mashen ist schwierig. Hast du schon einmal schlechte Erfahrungen
gemacht? Wie ist dein Verhältnis zu Künstlern und Labels?

DJ Schmolli: Bis auf die Tatsache, dass Youtube gelegentlich meine Videos blockiert, hab ich noch nicht wirklich schlechte Erfahrungen gemacht. Im Gegenteil, oft twittern/facebooken Künstler, die ich gemasht habe, meine Mixe. Vor allem die kleineren Labels unterstützen ihre Künstler auch durch Mashups und verteilen somit Acapellas oder
Studiospuren im Netz.

M: Du hast vor kurzem sehr erfolgreich am Seether Remix Contest teilgenommen, würdest du dich in Zukunft
gerne aufs offizielle Remixen konzentrieren?

DJ Schmolli: Ich mach zwischendurch immer mal gern Remixe; allerdings stellen diese natürlich einen wesentlich höheren Aufwand in der Produktion dar. Somit wäre die Formulierung sich darauf zu „konzentrieren“ vielleicht nicht richtig, ich streue Remixe auch in Zukunft gelegentlich mal ein.

M: Woher kommt dein Wissen über Musikproduktion?

DJ Schmolli: Ich bin jahrelanger Musiker (Gitarre) und habe in verschiedensten Bands gespielt. Nebenbei hab ich mich auch schon immer für Musikproduktion interessiert. Allerdings hab ich mir mein Wissen selbst angeeignet und habe nie Schulen oder Kurse dafür besucht.

M: Wie sieht dein Workflow von der Idee zum fertigen Mashup aus?

DJ Schmolli: Oft ist es ja schon mal nicht so einfach überhaupt auf die Idee zu kommen, doch ist diese mal da, sieht die Sache wie folgt aus: Ich starte meine Audio Software Sony Acid Pro und lege Spuren mit all den Tracks und Samples an, die ich gerne verwenden möchte. Natürlich müssen die Tempi der individuellen Tracks angeglichen werden und gelegentlich auch die Tonhöhe. Für mich als Musiker und speziell auch Songschreiber ist eine klare Struktur innerhalb eines Mashups mindestens genauso wichtig wie die gute Produktion selbst. Folglich werden als erstes wie bei einem Puzzle die Randteile gelegt, in meinem Fall halt der Rahmen für das ganze Mashup. Strophen und Refrainteile werden gesucht und es wird alles einmal in Form gemacht. Ist das erledigt, render ich ein Demo und dann gibt’s zwei Möglichkeiten, entweder ich mache das Mash gleich fertig oder es kommt vorerst in einen Ordner für spätere Fertigstellung. Bei erster Option werden dann halt noch Details in der Produktion verbessert, Effekte hinzugefügt und am Ende wird das Ganze gemastert und auf verschiedenen Soundanlagen auf Herz und Nieren geprüft.

M: Was tust du als erstes nachdem du ein neues Mashup produziert hast?

DJ Schmolli: Also wenn ein Mashup komplett fertig ist, dann mach ich wohl als erstes ein Artwork und mittlerweile meistens auch ein Video dazu. Ein Artwork ist wichtig für die Blogs, die das Mash posten und ohne Youtube Video geht’s halt auch nicht so ganz.

Mehr von und über DJ Schmolli findet ihr auf seiner Website
http://www.djschmolli.net/


Vor einiger Zeit war auf Mixblick ein Artikel über Britney Spear’s neues Album zu lesen. Vor allem bemängelt wurde die fehlende Bereitschaft zur Innovation in der Konzeption des neuen Machwerks. Ein Youtube Nutzer hat nun noch genauer hingeschaut und Britney’s letzte sieben Studioalben unter die Lupe genommen. Nach seiner Analyse lassen sich alle diese Alben auf ein paar wesentliche Aussagen reduzieren… aber hört selbst – Achtung nichts für schwache Nerven:


Ein gerade 17 jähriger Franzose sorgt seit kurzem im Internet für Aufruhr, seine Remixes und Live-Performances werden überall auf der Welt tausendfach geklickt. Der Kerl nennt sich Madeon und sogar große wie Ean Golden ziehen vor ihm den Hut – kein Wunder, wenn man das hier sieht; oder viel mehr hört:


Dieses Wochenende wars soweit: nach knapp drei Monaten bringen es alle Mashups zusammen auf über 25.000 Aufrufe! Die meisten Views gehen auf die Kappe von Move it like a G6 – über 7.000! Vielen Dank für eure tolle Unterstützung und die vielen netten Kommentare! Das nächste Mashup ist schon in der Röhre und bald wird es dann auch Zeit für das erste Album ;-)